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Hamburg: Landespastorin Woydack macht Praktikum im Pflegeheim

Landespastorin Annika Woydack packt im Pflegeheim mit an, spricht über die Belastungen der Pflegekräfte – und fordert Reformen, damit Pflege nicht zur Armutsfalle wird und langfristig gesichert bleibt.

Landespastorin Annika Woydack: „Wir brauchen eine Reform der Pflegeversicherung, die die Eigenanteile begrenzt.“ Bild: Diakonie Hamburg.

Annika Woydack, Landespastorin und Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Hamburg, hat ein mehrtägiges Praktikum im Matthias-Claudius-Heim der Diakoniestiftung Alt-Hamburg absolviert. Sie begleitete Pflegekräfte bei ihrer Arbeit, sprach mit Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden und half bei alltäglichen Aufgaben mit.

„Ich wollte nicht nur zuschauen, sondern mit anpacken und verstehen, was Pflege heute bedeutet – körperlich, emotional und fachlich“, sagt Annika Woydack. „Ich habe großen Respekt vor dem, was Pflegekräfte täglich leisten. Diese Arbeit ist anspruchsvoll und unverzichtbar.“

„Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden“

Als eine der großen sozialpolitischen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft brauche die Pflege politische Aufmerksamkeit, betont die Diakonie Hamburg in einer Mitteilung. „Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden“, so Annika Woydack. „Wir brauchen eine Reform der Pflegeversicherung, die die Eigenanteile begrenzt.“

Ein zentrales Anliegen sei außerdem die Sicherung der pflegerischen Versorgung. Die Diakonie Hamburg spricht sich für eine langfristige Personalstrategie aus, die auch die Anwerbung und Integration ausländischer Pflegekräfte umfasst – mit gezielter Unterstützung, Sprachförderung und einer gelebten Willkommenskultur.

Einrichtungsleitung begrüßt Engagement

„Dass sich die Landespastorin selbst ein Bild vom Alltag und den Herausforderungen in der Pflege macht, ist ein starkes Zeichen“, sagt Oliver Lompa, Einrichtungsleiter des Matthias-Claudius-Heims – einer Mitgliedseinrichtung der Diakonie. „Unsere Mitarbeitenden haben sich über die Wertschätzung sehr gefreut – und die Gespräche mit Frau Woydack waren für alle bereichernd.“

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