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Klare Verantwortung durch BAPID III
Die finale Überarbeitung von BAPID III ist ein wichtiger Schritt zu mehr Klarheit in der stationären Langzeitpflege. Die Kompetenzprofile wurden sprachlich präzisiert. Begriffe wie komplex oder hochkomplex entfallen. Stattdessen stehen klar definierte Verantwortungsbereiche, Entscheidungsbefugnisse und Steuerungsaufgaben im Mittelpunkt.
Klare Rollen statt abstrakter Begriffe
BAPID III knüpft an bestehende Modelle an und führt diese in praxisnahe Kompetenzprofile über. Dabei entsteht kein Kompetenzzuwachs. Bestehende Verantwortungsräume werden deutlicher benannt und klar voneinander abgegrenzt. Besonders wichtig ist die Einbindung in die direkte Versorgung. Pflegefachpersonen und akademisierte Pflegefachpersonen arbeiten beide unmittelbar mit Bewohner:innen. Die Differenzierung liegt in der Form der Verantwortung, nicht in der Pflegesituation.
Verantwortung im Pflegeprozess
Ein Fallbeispiel zeigt die Unterschiede. Die Pflegefachassistenzperson führt Maßnahmen verlässlich aus und beobachtet Veränderungen. Die Pflegefachperson steuert den Pflegeprozess, plant Maßnahmen und koordiniert Abläufe. Die akademisierte Pflegefachperson reflektiert den Prozess wissenschaftsbasiert und bringt Erkenntnisse in die Versorgung ein. Wissenschaftlich qualifizierte Pflegeexpert:innen analysieren Fälle vertieft und entwickeln strukturelle Verbesserungen. Alle Qualifikationsniveaus arbeiten mit denselben Bewohner:innen, jedoch mit unterschiedlicher Verantwortungstiefe.
Bedeutung für Praxis und Refinanzierung
Die klare Rollenbeschreibung stärkt die Transparenz im Team und unterstützt nachvollziehbare Entscheidungswege. Für Einrichtungen ist entscheidend, dass akademisierte Pflegefachpersonen in die direkte Versorgung eingebunden sind. So können sie bei entsprechender Tätigkeit in der Personalvorhaltung berücksichtigt werden. Kompetenzprofile werden damit zu einem strategischen Instrument für Personalplanung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Pflege. Sie schaffen eine Grundlage für klare Aufgabenverteilung und stärken die Akzeptanz unterschiedlicher Qualifikationsstufen im Team.
Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Qualität und Praxis“ der Fachzeitschrift Altenpflege (04/2026). https://www.altenpflege-online.net/epaper/
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