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Messekongress: Wissen, worauf es jetzt ankommt

Wertvolles Know-how für die Fach- und Führungskräfte der Altenpflege bietet einmal mehr der Messekongress. Er findet parallel zur Leitmesse ALTENPFLEGE vom 23. bis 25. April in Essen statt. Das diesjährige Programm greift neben den relevanten Top-Themen wie Personalbemessung, Generalistik, Digitalisierung, Nachhaltigkeit auch neue Arbeitszeitmodelle auf. Wir haben einige Highlights für Sie zusammengetragen.

ALTENPFLEGE Messekongress
Ein hochwertiges Kongressprogramm ist unter Mitwirkung der Programmpartner:innen vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), dem Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP), dem Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) und dem Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) entstanden. Foto: ALTENPFLEGE Messe/Florian Arp

Messekongress: Wissen, worauf es jetzt ankommt: Das Projekt Generalistik auf dem richtigen Weg: Input zu Chancen und Hürden in der generalistischen Ausbildung, die Arbeit der Fachkommission nach § 53 PflBG und einen Ausblick zur Kompetenzerweiterung gibt am ersten Messetag (23. April) Uwe Machleit, Vorsitzender des DEVAP-Fachausschusses Aus-, Fort- und Weiterbildung und Fachseminarleiter für Altenpflege der Evangelischen Stiftung Augusta. Denn nach vier Jahren generalistischer Pflegeausbildung ist zu sagen, dass dies der richtige Weg ist, um die Pflegeberufe aufzuwerten. Nur durch diesen Paradigmenwechsel können die komplexen und vielschichtigen Anforderungen einer bedarfsgerechten Versorgung alter und kranker Menschen in allen Versorgungssettings vermittelt und die Auszubildenden optimal auf die aktuelle Versorgungssituation vorbereitet werden.

Alle(s) unter einem Dach – Wie Integration gelingt

Am zweiten Messetag (24. April) stellt Integrationsbeauftragte Annett Kutzner von den Insanto Seniorenresidenzen GmbH vor, wie die Integration ausländischer Pflegefachpersonen gelingt. Der Gewinner des AltenpflegePreis 2023 hat gemeinsam mit der mediClub GmbH ein individuelles Konzept zur erfolgreichen Gewinnung und Einarbeitung von ausländischem Pflegefachpersonal entwickelt. Hiermit hat Insanto es geschafft, die Fachkraftquote zu decken und perspektivisch zu sichern. Erfahren Sie, mit welchen konzeptionellen Weichenstellungen und konkreten Maßnahmen die Insanto Seniorenresidenzen ihre Integrationsarbeit erfolgreich aufgestellt haben. Dabei erhalten Sie auch Einblicke in persönliche und professionelle Beweggründe sowie in die Umsetzung des Integrationskonzeptes. Im Anschluss an den Vortrag erfolgt ein intensiver Austausch mit dem Fachpublikum.

Altenpflege und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen und was können Sie tun? In der Session am 24. April gibt Tanja Bratan vom Deutschen Fraunhofer-Institut eine Einführung und zeigt Handlungsoptionen auf. Konkrete Umsetzungsbeispiele stellt Ulrich Krantz, von der K&S Gruppe vor. Aus der Praxis erläutert Martin Suchaneck von der Heimstiftung Stuttgart, was jetzt notwendig ist, um das Unternehmen nachhaltig aufzustellen. Auf die Nachhaltigkeitsberichtserstattung geht vor diesem Hintergrund ein Experte der Curacon Beratungsgesellschaft ein.

Fokus auf Prävention in der Langzeitpflege

Die Weiterentwicklung von Pflegeeinrichtungen zu „mental ermunternden Organisationen“ ist das Ziel des PfleMeO-Programms. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Personzentrierung in den Pflegebeziehungen. Wie man mit Six Senses kognitive Ressourcen und psychosoziale Gesundheit fördern kann, stellt Hans-Dieter Nolting, Geschäftsführer der IGES Institut GmbH vor.

Neue Arbeitszeitmodelle mit leben Füllen

Die jahrzehntelangen Diskussionen um die Arbeitszeitgestaltung in der Pflege sind inzwischen mit der Diskussion um die 4-Tage-Woche in eine neue Phase eingetreten. Stellt diese tatsächlich einen gangbaren Weg dar? Welche Pros und Contras abzuwägen sind und welche Rahmenstrukturen damit einhergehen müssen, erläutert zunächst Michael Wipp, WippCare. Anschließend stellt Rechtsanwalt Peter Sausen die arbeitsrechtlichen Aspekte bei der Umsetzung „neuer“ Arbeitszeitmodelle vor, wie etwa der „4-Tage-Woche“.

Neue Personalbemessung organisieren

In vielen Einrichtungen herrscht Verunsicherung: Beinhaltet der Umstieg auf die neue Personalbemessung auch einen verbindlichen Wandel in der Arbeitsorganisation? Sind die vielfach diskutierten Modelle der Königsweg und passen sie überhaupt zu meiner Einrichtung? Gibt es eine Vorgabe für ein bestimmtes Konzept oder gar eine Frist zur Umstellung? Dies sind nur einige der Fragestellungen, die immer wieder auftauchen. Martin Ducke von der VDAB Beratungsgesellschaft für Sozial- und Betriebswirtschaft beschäftigt sich am dritten Kongresstag mit den verschiedenen Optionen.

All das erfordert einen Strategiewechsel: Die Anforderungen, welche sich aus PeBeM/§ 113 c SGB XI ergeben, lassen sich nicht mit den Strategien der letzten 30 Jahre bewältigen, die auf die klassische Fachkraftquotensystematik ausgerichtet waren. Inspirationen und Denkanstöße, wie sich der Praxistransfer gestaltet und welche Strategien sich herauskristallisieren, gibt Michael Wipp, WippCare, in diesem Workshop.