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Ministerin Gerlach: „Initiative hat Pflegekräfte in Bayern entlastet“
Die bayerische „Initiative Klartext Pflegedokumentation“ hat laut Gesundheitsministerin Gerlach mit ihrer Online-Reihe zur Entlastung von Pflegekräften beigetragen und praxisnahe Tipps zur Dokumentation vermittelt.
Bayerns Online-Veranstaltungsreihe der „Initiative Klartext Pflegedokumentation (IKP)“ hat laut der bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach erfolgreich zum Abbau von Bürokratie beigetragen und damit Pflegekräfte entlastet. Sie betonte: „Wir konnten durch die Informations-Veranstaltungsreihe wertvolle Hinweise zur Pflegedokumentation geben und haben viele positive Rückmeldungen erhalten.“
Initiative startete im August 2024
Die „Initiative Klartext Pflegedokumentation“ besteht aus dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP), dem Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) sowie Vertreterinnen und Vertretern der Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) sowie dem Medizinischen Dienst (MD) Bayern. Sie startete im August vergangenen Jahres, im Oktober 2024 folgte die Online-Veranstaltungsreihe.
Die Ministerin erklärte: „Zur Ergänzung des Informationsangebots stehen ab sofort kurze Erklärvideos auf der Homepage der IKP zur Verfügung. Diese Videos fassen die wichtigsten Botschaften und Handlungsempfehlungen rund um die Mythen der Pflegedokumentation zusammen.“
„Oft wird immer noch zu viel dokumentiert“
Die Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bayern, Prof. Dr. Claudia Wöhler, sagte: „Eine gute und sinnhafte Pflegedokumentation ist präzise und sparsam. Sie enthält alle notwendigen Informationen und verfolgt das Ziel einer qualitativ hochwertigen Versorgung der Pflegebedürftigen.“
Und weiter: „Oft wird aufgrund von Gewohnheiten oder falschen Annahmen aber immer noch zu viel dokumentiert. Weit verbreitete Aussagen – wie z. B. ‚Was nicht geschrieben ist, ist nicht gemacht‘ oder ‚Es wird nur für die Prüfbehörden dokumentiert‘ – werden in den Onlineveranstaltungen auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft und Empfehlungen für den pflegerischen Alltag abgeleitet.“
Mythen der Pflegedokumentation
Gerlach erläuterte: „In monatlichen Online-Veranstaltungen wurde von Oktober 2024 bis Juli 2025 über die zehn ‚Mythen‘ der Pflegedokumentation aufgeklärt. Pro Veranstaltung haben im Durchschnitt 145 Pflegekräfte teilgenommen – überwiegend aus der stationären Langzeitpflege.“
Die Ministerin betonte zudem, dass die zahlreichen positiven Rückmeldungen zu diesem Format gezeigt hätten, dass für die Teilnehmenden neben den Informationen zum Faktencheck Pflegedokumentation vor allem auch der Austausch mit den beiden Prüfinstanzen Medizinischer Dienst Bayern und den Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht gewinnbringend gewesen seien – sowie die Erfahrungen anderer Einrichtungen.
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