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Modellprojekt zeigt: Springerkonzepte entlasten Pflegepersonal deutlich

In einem bayernweiten Modellprojekt wurden sogenannte Springerkonzepte in der Langzeitpflege getestet. Die Evaluation der Hochschule Kempten zeigt: Flexible Einsatzmodelle reduzieren kurzfristiges Einspringen, stabilisieren Dienstpläne und senken den organisatorischen Aufwand in Pflegeeinrichtungen.

Bild: Adobe Stock/magele-picture

Kurzfristige Personalausfälle stellen in der Langzeitpflege seit Jahren ein großes Problem dar. Um sie abzufedern, werden Pflegekräfte oft an freien Tagen einspringen müssen oder Leiharbeit eingesetzt, was die Dienstpläne instabil macht und die Belastung erhöht. Vor diesem Hintergrund hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) das Modellprojekt „Springerkonzepte in der Langzeitpflege“ initiiert. Von September 2023 bis Oktober 2024 wurden in 65 ambulanten sowie (teil-)stationären Einrichtungen verschiedene flexible Personalkonzepte erprobt.

Die wissenschaftliche Evaluation übernahm die Hochschule Kempten unter Leitung von Prof. Dr. Johannes Zacher und Prof. Dr. Philipp Prestel. Untersucht wurden unterschiedliche Ansätze, darunter flexible Einsatz- und Dienstplanmodelle, spezielle Koordinationsstrukturen, Rufbereitschaften sowie finanzielle Anreize. Die Untersuchung basierte auf Experteninterviews, Befragungen von Springer- und Stammkräften sowie auf Analysen von Dienstplandaten.

Springerkonzepte können zu deutlicher Entlastung beitragen

Die Ergebnisse zeigen laut Abschlussbericht, dass Springerkonzepte zu deutlicher Entlastung beitragen können. Stammkräfte müssen kurzfristig seltener einspringen, Dienstpläne werden stabiler, und Verantwortliche berichten von weniger organisatorischem Aufwand. Gleichzeitig liefert der Bericht Empfehlungen zur praktischen Organisation und Finanzierung solcher Strukturen.

Nach Einschätzung der Hochschule Kempten könne das Modell zu einer nachhaltigeren Personaleinsatzplanung in der Langzeitpflege beitragen. Ob und wie die Konzepte in größerem Umfang umgesetzt werden, liegt nun in der Hand von Politik und Trägern.

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