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Nach einem Jahr: KI-Einsatz in der Online-Demenzsprechstunde bewährt sich

Die vom bayerischen Gesundheitsministerium geförderte Online-Demenzsprechstunde setzt seit einem Jahr erfolgreich auf Künstliche Intelligenz als Hilfsmittel. Diese Bilanz hat jetzt Judith Gerlach (CSU), bayerische Gesundheitsministerin, gezogen. Das Beratungsteam kann durch KI-Unterstützung schneller auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zugreifen und Ratsuchende umfassender informieren.

"Die menschliche Zuwendung bleibt – aber dank solcher Angebote können die Patientinnen und Patienten gezielter versorgt werden", erklärt Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach. Foto: Tobias Blaser © Stimmkreisbüro Judith Gerlach

Die KI-basierten Sprachmodelle und Suchmaschinen dienen ausschließlich der Hintergrundrecherche für das Beratungsteam und werden nicht in der direkten Beratung eingesetzt. „Die menschliche Zuwendung bleibt – aber dank solcher Angebote können die Patientinnen und Patienten gezielter versorgt werden“, erklärt Gerlach.

Die Online-Demenzsprechstunde wird vom gemeinnützigen Verein Desideria Care e.V. betrieben und als Modellprojekt mit bis zu 410.000 Euro gefördert. Seit dem Start im Oktober 2023 wurden 720 Anfragen in der Mail-Beratung und 167 Live-Beratungen im Chat verzeichnet. Das Angebot richtet sich an Angehörige, Betroffene und Hausärzte.

Bedarfsgerechte Beratungszeiten

Die Sprechstunde ist besonders zu Randzeiten, an Samstagen und Feiertagen über Live-Chat erreichbar. Ergänzt wird das Angebot durch E-Mail-Beratung und einen umfangreichen FAQ-Bereich. Erste Auswertungen zeigen, dass die Online-Demenzsprechstunde häufig zur Überbrückung bis zum Facharzttermin oder zum Einholen einer Zweitmeinung genutzt wird.

Das Beratungsteam besteht aus Experten aus den Fachbereichen Neuropsychologie, Gerontologie und Neurologie. Die Website ist unter www.frag-nach-demenz.de erreichbar.