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Österreich: Pflege soll „Schwerarbeit“ werden

Die neue österreichische Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS plant, Pflegekräfte als Schwerarbeiter:innen anzuerkennen.

„Wer 40 Jahre lang pflegerische Tätigkeiten erfüllt hat, hat es sich redlich verdient, ohne Abschläge in Pension gehen zu dürfen.“ Bild: Monster Ztudio - AdobeStock (Symbolbild).

Die Schwerarbeitsregelung ermöglicht es Menschen, die in besonders belastenden Berufen tätig sind, bereits nach Vollendung des 60. Lebensjahres in Pension zu gehen.

Wie das Portal NeueZeit.at vermeldet, könnten Pflegekräfte nach der aktuellen Regelung zwar einen Antrag zur Anerkennung als Schwerarbeiter:innen stellen. Dennoch würde das Gesundheitswesen benachteiligt, da die Pensionsversicherung individuell entscheiden könne, ob Schwerarbeitszeiten angerechnet werden. Dabei würden Mehrfachbelastungen, etwa physische und psychische Herausforderungen zu Nachtzeiten, nicht als solche gezählt. Zudem erfolge die Berechnung auf Tagesbasis: Selbst bei langen Schichten von über 12 Stunden werde lediglich ein Arbeitstag gewertet. Jetzt hat das österreichische Arbeitsministerium entschieden. Pflegekräfte können künftig mit 60 Jahren in Pension gehen. Voraussetzung sind mindestens 45 Versicherungsjahre und mindestens 10 Jahre Schwerarbeit in den letzten 20 Jahren.

Bereits seit Jahren hätten sich die Gewerkschaften für eine faire Neuregelung eingesetzt und eine Berechnung der Schwerarbeitszeiten auf Stundenbasis anstelle der aktuellen Tagesberechnung sowie eine Ausweitung der Regelung auf alle Gesundheitsberufe gefordert.

Die geplante gesetzliche Anerkennung der Pflegeberufe als Schwerarbeit sei nun ein wichtiger Schritt. NeueZeit.at zitiert den Kärntner SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser mit den Worten: „Wer 40 Jahre lang pflegerische Tätigkeiten erfüllt hat, hat es sich redlich verdient, ohne Abschläge in Pension gehen zu dürfen.“

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Die News wurde am 25.04.25 aktualisiert.