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Pflegeheime werden zur unfreiwilligen Bank des Sozialstaats
Eine aktuelle Befragung von VKAD und DEVAP offenbart das Ausmaß verzögerter Sozialhilfe-Verfahren. 41 Prozent aller Heimbewohner sind auf Hilfe zur Pflege angewiesen.
Pflegeheime müssen immer häufiger in Vorleistung gehen, wenn Anträge auf Hilfe zur Pflege monatelang unbearbeitet bleiben. Eine Folgebefragung der kirchlichen Verbände VKAD und DEVAP zeigt, dass sich die Lage nicht entspannt hat. 133 Träger mit 517 Einrichtungen und 42.890 Bewohnern nahmen teil.
Bei 31 Prozent der Bewohner mit beantragter Hilfe zur Pflege bestehen aktuell Außenstände gegenüber den Trägern. Die Wartezeiten sind erheblich: Bei 24 Prozent dauert das Verfahren sechs bis zwölf Monate, bei zwölf Prozent sogar länger als ein Jahr.
Fast jede zweite betroffene Einrichtung wartet auf mehr als 50.000 Euro. Bei 29 Prozent der Einrichtungen ist die Liquidität durch die Außenstände gefährdet, so die Verbände.
„Pflegeheime zahlen Gehälter, Lebensmittel und Energie sofort, warten aber monatelang auf Entscheidungen der Sozialhilfeträger“, sagt Andreas Wedeking, Geschäftsführer des VKAD. Die Verbände fordern Abschlagszahlungen von mindestens 75 Prozent der voraussichtlichen Ausgaben und warnen vor zusätzlichem Druck durch das geplante Pflegeneuordnungsgesetz.
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