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Pflegekammer Rheinland-Pfalz befragt ihre Mitglieder

Bis zum 2. April können rund 40.000 Pflegefachpersonen in Rheinland-Pfalz über die Zukunft ihrer Pflegekammer abstimmen. Doch das Verfahren sorgt bei Opposition, Gewerkschaft und Verbänden für Unmut.

Ein Person sitzt vor einem Laptop und nimmt an der Pflegekammer-Befragung teil (KI-generiertes Foto).
Ein Person sitzt vor einem Laptop und nimmt an der Pflegekammer-Befragung teil. (KI-generiertes Symbolfoto ohne Bezug zur aktuellen Befragung) Foto: KI-generiert mit Gemini

Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz, 2016 als erste ihrer Art in Deutschland gegründet, steht im Jahr ihres zehnjährigen Bestehens unter Druck. Viele Mitglieder fühlen sich nicht vertreten und kritisieren vor allem die Pflichtmitgliedschaft mit ihren Beiträgen. Nun soll eine Befragung klären, wie es weitergeht. Laut der Pflegekammer geht es darum, wo die Kammer besser werden soll. Es gehe um Aufgaben und Leistungen, Beteiligung und Kommunikation und Ideen für eine Weiterentwicklung der Kammer.

Doch schon das Verfahren steht in der Kritik. Laut dpa bemängelt die CDU-Opposition den kurzen Zeitraum von zehn Tagen, der teils in die Osterferien falle. Eine klare Ja-Nein-Frage zum Fortbestand der Kammer fehle. CDU-Landeschef und möglicher künftiger Ministerpräsident Gordon Schnieder sprach von einer „politisch vorgesteuerten“ Umfrage.

Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. kritisiert zudem, dass die Kammer ihre eigene Befragung durchführe. „Transparenz und Neutralität sehen anders aus“, so der Landesvorstand Rheinland-Pfalz. Auch Verdi stört sich daran, dass Mitglieder sich erst durch 21 Detailfragen arbeiten müssen, bevor die grundsätzliche Frage nach dem Fortbestand kommt.

Noch-Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) hält an der Pflichtmitgliedschaft fest. Trotz aller Kritik rufen sowohl Verdi als auch der bad e.V. zur Teilnahme auf: Eine hohe Beteiligung ermögliche der künftigen Landesregierung eine fundierte Entscheidung.

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