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Pflegerat zu Digitalisierung im Gesundheitswesen: „Pflege muss im Mittelpunkt stehen“

Der Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag berät ein neues Gesetz, das die Digitalisierung im Gesundheitswesen beschleunigen soll. Wenn es nach dem Deutschen Pflegerat geht, müsse dabei die Profession Pflege noch mehr im Mittelpunkt stehen.

Christine Vogler, Präsidentin Deutscher Pflegerat
Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats Foto: Reiner Freese

„Der vorliegende Entwurf des Digital-Gesetzes ist ein guter erster Schritt“, so die Pflegeratspräsidentin Christine Vogler. „Allerdings müssen wir die täglichen Abläufe in der Pflege stärker berücksichtigen.“ Denn es gehe darum, Lösungen zu finden, die die Arbeit erleichtern, die Versorgungssicherheit gewährleisten und die Bürokratie reduzieren.

Videoberatung und Patientenakte

Laut Vogler müssten Pflegefachpersonen künftig die Möglichkeit haben, Videosprechstunden durchzuführen. Das ermögliche Beratungen, Begutachtungen oder Nachsorgegespräche aus der Ferne – was insbesondere in ländlichen Gebieten von großem Vorteil sei. Außerdem müsse die Profession Pflege alle pflegerelevanten Informationen in der elektronischen Patientenakte (ePA) erfassen uns auslesen können. „Ein besserer Zugriff auf alle relevanten Daten kann wesentlich zur Qualitätssteigerung beitragen“, so Vogler.

Weiterhin dürfe die Digitalisierung im Gesundheitswesen nicht über die Köpfe der Pflege hinweg umgesetzt, sondern müsse von ihr mitbestimmt werden. Vogler fordert, die Profession Pflege in die  entsprechenden Gremien aufzunehmen.