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Praxisanleitung mit klarer Haltung

Die Pflegefachkraft Bianca Bonrath ist bei ArteCare als Praxisanleiterin tätig. Ihre Erfahrungen prägen ihr Engagement für Ausbildung, Familie und verlässliche Strukturen.

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Schon ihre Mutter hat als Pflegekraft bei ArteCare gearbeitet. Inzwischen zählen auch ihr Mann und die ältere Schwester zu ihren Kolleg:innen. Foto: AdobeStock_KUBE_

Beruflicher Weg und persönliche Prägung

Bianca Bonrath ist 36 Jahre alt und arbeitet seit fünf Jahren beim Träger ArteCare in Peine. Sie ist als Pflegefachkraft und Praxisanleiterin einrichtungsübergreifend tätig. Der Weg in die Pflege war nicht geplant. Erst wollte sie nach der Schule zur Bundeswehr gehen. Nach dem nachgeholten Realschulabschluss mit Schwesternhelferin Kurs begann sie eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Der Beruf gewann für sie an Bedeutung, als ihr Vater an Krebs erkrankte. Sie erlebte, was professionelle Pflege leisten kann.

Wechsel in die Altenpflege

Der Tod des Vaters und belastende Einsätze im Krankenhaus führten zu einem Wechsel in die Altenpflege. Sie zog 2020 mit Mann und Tochter nach Niedersachsen und begann bei ArteCare zu arbeiten. Auch ihre Mutter ist dort als Altenpflegerin tätig, später kamen Schwester und Ehemann hinzu. In früheren Einrichtungen erlebte sie unklare Strukturen, häufige Leitungswechsel und wenig Verständnis für Eltern. Für sie stand fest „Mein Kind geht vor“. Bei ArteCare fand sie Stabilität, Kinderfreundlichkeit und eine Kultur, die zu ihr passt. Ihre Haltung beschreibt sie klar. Pflege darf fordernd sein, aber nicht menschlich überfordernd.

Rolle als Praxisanleiterin

Als Praxisanleiterin unterstützt sie Auszubildende fachlich und persönlich. Sie weiß, dass viele erst in die Verantwortung als Pflegefachperson hineinwachsen müssen. Konflikte spricht sie direkt an, um gemeinsam Lösungen zu finden. Für sich selbst plant sie weitere Qualifikationen im Wundmanagement und in der Palliativpflege. Diese Themen erinnern sie an den Beginn ihres beruflichen Weges. Privat lebt sie in einer engen Familienstruktur mit Unterstützung durch die Mutter. Tattoos sind für sie sichtbare Erinnerungen, unter anderem an ihren Vater und ihre Kinder. Der Alltag zwischen Früh und Spätdienst ist gut organisiert und familienorientiert.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen „Hauptperson“ der Fachzeitschrift Altenpflege (12/2025). https://www.altenpflege-online.net/epaper/