News

PROGRESS-Konzept bringt Bewegung in Pflegeheime

Wissenschaftler der Uni Münster haben ein Konzept entwickelt, das körperliche Aktivität in Pflegeheimen nachhaltig fördert. Die Studie mit 123 Bewohnern zeigt: Fünf Bausteine sind entscheidend.

Bewegungskultur durch PROGRESS
Bewegungskultur durch PROGRESS Foto:Koti/Adobe Stock

Pflegeheimbewohner verbringen etwa 80 Prozent ihrer wachen Zeit im Sitzen oder Liegen. Dieser Bewegungsmangel führt zu Funktionsverlust und steigenden Gesundheitskosten. Das PROGRESS-Konzept der Universität Münster kombiniert erstmals Bewegungskurse mit aktivierenden Umgebungsveränderungen.

An der Studie nahmen 123 Bewohner aus sieben Münsteraner Pflegeeinrichtungen teil. Jede Einrichtung erhielt zwei von vier 16-wöchigen Interventionen: Gruppenkurse mit Koordinations- und Krafttraining, Bewegungsstationen im gesamten Haus oder eine Kombination beider Ansätze.

Die Ergebnisse laut den Forschern: Bewohner konnten ihre Funktionalität erhalten oder steigern. Bewegungskurse verbesserten die Ganggeschwindigkeit, Bewegungsstationen erhöhten die körperliche Aktivität. Wichtig: Nach Ende der betreuten Kurse verschlechterte sich die Funktionalität wieder deutlich. Für nachhaltige Bewegungsförderung identifizierten die Wissenschaftler fünf Bausteine.

Welche fünf Ansätze die körperliche Aktivität und Funktionalität genau fördern lesen Sie in der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege.