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Pflegebedürftige bekommen seltener zahnärztliche Versorgung
Die Barmer deckt erhebliche Versorgungslücken bei der zahnärztlichen Betreuung Pflegebedürftiger in Thüringen auf. Besonders die Vorsorge kommt zu kurz – mit gesundheitlichen Folgen.
Laut Barmer-Analyse erhielten 2024 nur 66,3 Prozent der ambulant Pflegebedürftigen und 63,5 Prozent der Heimbewohner:innen eine Zahnarztbehandlung. Bei der Normalbevölkerung waren es 83 Prozent. Die Kasse wertete Daten von 120.000 Versicherten über zwölf Jahre aus.
Wie dramatisch ist die Situation bei der Vorsorge?
Nur 38,8 Prozent der stationär Gepflegten und sechs Prozent der ambulant Versorgten erhielten zahnärztliche Präventionsleistungen. Das seien im bundesweiten Vergleich zwar gute Werte und Thüringen liege unter den vier besten Bundesländern, beschreibe aber das Defizit, sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Robert Büssow. Er spricht deshalb von „dramatischer Unterversorgung“ vor allem bei Vorsorgeuntersuchungen.
Welche Lösungsansätze gibt es bereits?
Von 360 Pflegeheimen haben 219 Kooperationsverträge mit Zahnarztpraxen. Im Jahr 2019 waren es 181. Der Ruhlaer Zahnarzt Paul Al-Burghol setzt auf mobile Behandlungszimmer, die ab Frühjahr 2027 in Thüringen getestet werden sollen.
Die Folgen mangelnder Mundpflege sind gravierend: Kaputte Zähne und schlecht sitzende Prothesen erschweren das Kauen und können zu Mangelernährung und Gewichtsverlust führen.
Passend dazu: Der PflegeKompass gibt Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie sich die Zusammenarbeit mit externen Partnern optimal gestalten lässt. Zusammenarbeit organisieren…
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