Ausbildung

Projekt zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen gut angelaufen

In Bremen unterstützt das Beratungsprojekt „Pflegeausbildung – bleib dran“ seit einem Jahr Pflege-Azubis dabei, Herausforderungen zu meistern und ihre Ausbildung erfolgreich fortzusetzen.

Eine Auzubildende zur Pflegefachfrau bedient einen Infusionspumpe. Jede nicht abgebrochene Ausbildung ist ein Gewinn und ein wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel. Foto: Werner Krüper

Das Bremer Beratungsprojekt Pflegeausbildung – bleib dran“ blickt auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück, berichtet die Bremer Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz in einer Mitteilung.  Das von der Senatorin und der Arbeitnehmerkammer Bremen initiierte und finanzierte Angebot unterstützt Auszubildende in der Pflege dabei, ihre Ausbildung trotz verschiedener Herausforderungen fortzusetzen. Seit September 2023 seien 86 Beratungsgespräche geführt worden. Drei Viertel der Auszubildenden hätten sich trotz anfänglicher Bedenken letztlich für eine Fortsetzung der Ausbildung entschieden.

Das Beratungsangebot richtet sich an Auszubildende im Land Bremen, die häufig mit Integrationsschwierigkeiten, finanziellen Problemen und der Komplexität des Pflegealltags zu kämpfen haben. Projektleiterin Anke Schmidt betont, dass das Vertrauen der Auszubildenden und die Akzeptanz des Angebots stetig gewachsen sind. Ein niedrigschwelliges, aufsuchendes Beratungsangebot und die enge Zusammenarbeit mit Pflegeschulen und Praxisbetrieben hätten sich als zentrale Erfolgsfaktoren erwiesen.

Für zwei Drittel der Ratsuchenden ist Deutsch eine Fremdsprache. „Viele der jungen Menschen kommen aus dem Ausland, um hier eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen. Sie sind hochmotiviert, hier aber allein und weitgehend auf sich gestellt – das macht es den Neuankömmlingen oft sehr schwer“, so Schmidt. Rund zwei Drittel der Beratungen betrafen daher die persönliche Lebenssituation.

Passend dazu: Neue Pflegeausbildung ist kein Selbstläufer