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Psychische Erkrankungen: Pflegende besonders häufig betroffen

Der Arbeitsausfall aufgrund psychischer Erkrankungen erreichte 2022 einen neuen Höchststand. Mit 301 Fehltagen je 100 Versicherte lagen die Fehlzeiten wegen dieser Erkrankungen um 48 Prozent über dem Niveau von vor zehn Jahren. Das zeigt der aktuelle Psychreport der DAK-Gesundheit auf Basis der Krankschreibungen von 2,4 Millionen DAK-versicherten Beschäftigten.

Depressionen sind der wichtigste Krankschreibungsgrund (118 Fehltagen je 100 Versicherte) 2022, besagt der DAK-Psychreport 2023. Bild: Adobe Stock/Kay A/peopleimages.com

Die Zahl der Arbeitsausfälle wegen psychischer Erkrankungen sei im Zehn-Jahres-Vergleich 2023 um 48 Prozent angestiegen, heißt es im Report. Besonders groß sei die Zunahme von Krankschreibungen (etwa wegen Depressionen oder Ängsten) bei jungen Frauen und Männern. Am stärksten betroffen seien Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen: Sie kommen auf 434 Fehltage je 100 Versicherte. Der Durchschnitt über alle Wirtschaftsgruppen liegt laut DAK bei 301 Fehltagen. Eine Erkenntnis daraus, so die DAK: Psychische Belastungen sind besonders gravierend für Beschäftigte, die sich in ihrem beruflichen Alltag um das Wohlbefinden anderer Menschen kümmern.

„Der neue Höchststand bei den psychischen Erkrankungen ist besorgniserregend, weil zunehmend auch junge Erwachsene betroffen sind und im Job ausfallen. Stressreiche Phasen – auch während der Pandemie – haben für sie das Risiko erhöht, etwa an einer Depression zu erkranken“, sagt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. „Wir müssen Fragen der seelischen Gesundheit am Arbeitsplatz noch mehr Beachtung schenken, insbesondere, wenn es um Auszubildende und junge Beschäftigte geht.“

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