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Saarland: „Ausbildungslotsen“ sollen Pflegeausbildung stärken
Um dem Fachkräftemangel zu begegnen sollen Personen, die sich für eine Pflegeausbildung entscheiden, im Saarland aktiv bei ihrer Ausbildung durch „Ausbildungslotsen“ unterstützt werden.
Neben dem intensiven Praxisalltag stelle insbesondere die Verbindung aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung eine komplexe Herausforderung dar, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit. Viele Auszubildende benötigten demnach zusätzliche Unterstützung, um den Übergang von der Theorie in die Pflegepraxis erfolgreich zu bewältigen. Einigen falle es zudem schwer, sich im dynamischen und oft stressbelasteten Arbeitsumfeld zurechtzufinden. „Diese Belastungen können zu Unzufriedenheit und steigenden Abbruchquoten in der Pflegeausbildung beitragen“, heißt es in der Mitteilung.
Modellprojekt des Ministeriums
Um diesen Entwicklungen wirksam entgegenzuwirken, hat das Ministerium ein Modellprojekt zur Einführung sogenannter „Ausbildungslotsen“ gestartet. Für dieses Projekt stünden jährlich 980.000 Euro für Personal- und Sachkosten zur Verfügung. Die „Ausbildungslotsen“ sollen die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungsdauer begleiten und individuelle Unterstützung – sowohl bei persönlichen oder organisatorischen Problemen als auch bei fachlichen Fragestellungen und Verständnisproblemen – anbieten.
„Darüber hinaus fungieren sie als verbindende Schnittstelle zwischen Auszubildenden, Pflegeschulen, Praxiseinrichtungen und dem Jobcenter“, teilt das Ministerium mit. Den Pflegeschulen werde bewusst Gestaltungsspielraum eingeräumt, um standortspezifische Herausforderungen zu identifizieren und passgenaue Unterstützungsangebote umzusetzen. Je nach Ausbildungsgröße erhielten die Schulen zwischen einem und drei Ausbildungslotsen, die flexibel nach individuellem Bedarf der Auszubildenden eingesetzt werden können. Derzeit seien bereits 17 Ausbildungslotsen an 9 von insgesamt 14 Pflegeschulen tätig. Im Jahr 2026 soll die Anzahl der teilnehmenden Pflegeschulen steigen.
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