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Schleswig-Holstein verliert 300 Pflegeplätze trotz steigendem Bedarf

Während immer mehr Menschen pflegebedürftig werden, sinkt die Zahl der stationären Pflegeplätze in Schleswig-Holstein. Die SPD macht die Landesregierung dafür verantwortlich.

Noch sind genug Plätze da: Pflegebedürftige finden sich im Stuhlkreis zusammen
Was die Zukunft wohl bringen mag? Pflegebedürftige müssen zukünftig mit weniger Pflegeplätzen rechnen Quelle: Werner Krüper

Die Zahl der Plätze in stationären Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein ist seit 2023 um rund 300 auf knapp 38.500 zurückgegangen. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor.

Die Entwicklung verlief regional unterschiedlich: Rückgänge verzeichneten die Kreise Steinburg, Segeberg und Rendsburg-Eckernförde, während Schleswig-Flensburg und Lübeck Zuwächse hatten.

„Weniger Plätze bei wachsendem Bedarf ist nicht nur eine Fehlentwicklung, es ist eine Katastrophe mit Ansage“, kritisierte die SPD-Abgeordnete Birte Pauls laut dpa. Die schwarz-grüne Regierung von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nehme diese Entwicklung sehenden Auges in Kauf. „Angehörige telefonieren verzweifelt von Einrichtung zu Einrichtung und finden trotzdem keinen Platz.“

Pauls forderte von der Landesregierung eine verbindliche Pflegebedarfsplanung und einen Plan, wie Menschen im Alter in Schleswig-Holstein würdevoll leben können.

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