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Schleswig-Holstein: Welcome Center soll internationale Fachkräfte locken

Das Welcome Center Schleswig-Holstein hat seinen Betrieb aufgenommen. Die neue Einrichtung in Kiel, in die das Land pro Jahr 2,6 Millionen Euro investiert, startet mit zunächst zehn Mitarbeiter:innen.

Das neue Welcome Center soll als zentrale Anlaufstelle die Zuwanderung internationaler Fachkräfte erleichtern. Foto: Susanne El-Nawab

„Im Schulterschluss mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge wird die neue Einrichtung unter dem Dach unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft WTSH eine zentrale Anlaufstelle für internationale Fach- und Arbeitskräfte sein, aber auch Servicestelle für schleswig-holsteinische Unternehmen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) bei der Eröffnung.

Eine der zentralen Aufgaben des Welcome Centers sei es, die Sichtbarkeit und Attraktivität Schleswig-Holsteins als Zuwanderungsland zu erhöhen und damit die Erwerbsmigration deutlich zu steigern. Zur Attraktivitätssteigerung gehöre auch, Schleswig-Holstein so zu positionieren, dass zugewanderte Arbeitskräfte und ihre Angehörigen gerne dauerhaft dort leben und arbeiten möchten.

„Für gelungene Arbeitsmarktintegration brauchen Menschen nicht nur ein Arbeitsverhältnis an sich. Wir müssen Aspekte wie Einreise, Visum, Arbeit, Leben, Familie und Wohnen zusammendenken, wenn Fachkräfte aus dem Ausland gerne zu uns kommen und hierbleiben wollen. Das gehört zu echter Integration. Mit dem Welcome Center haben wir deshalb eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die all diese Aspekte behördenübergreifend unter einem Dach vereint“, so Integrationsministerin Aminata Touré (Bündnis 90/Die Grünen).

Zur Einrichtung des Welcome-Centers in Kiel sagt der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Mathias Steinbuck: „Die Einrichtung des Welcome-Centers ist ein gutes Signal, dass wir diejenigen, die bei uns arbeiten wollen, willkommen heißen.“ Insbesondere in der Pflege werde man die Versorgung einer steigenden Zahl von Pflegebedürftigen nicht ohne massive Zuwanderung bewältigen können.

Das Welcome-Center macht als zentrale Anlaufstelle die Zuwanderung einfacher. Das sei ein guter Anfang. „Weitere Schritte zum Beispiel bei der schnelleren Anerkennung internationaler Berufsabschlüsse müssen folgen“, fordert Steinbuck.