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Sozialhilfe-Ausgaben steigen – Pflege treibt die Kosten

Die Ausgaben für Sozialhilfe sind 2025 um 6,1 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro gestiegen. Besonders die Pflege belastet die öffentlichen Kassen stark.

Sozialhilfe-Ausgaben erreichen 2025 21,5 Milliarden Euro. Hilfe zur Pflege steigt um 13,3%
Sozialhilfe-Ausgaben erreichen 2025 21,5 Milliarden Euro. Hilfe zur Pflege steigt um 13,3% Foto: Fotolia/Alexander Raths (Symbolbild).

Die Sozialhilfeträger gaben im vergangenen Jahr 21,5 Milliarden Euro für Leistungen nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Den größten Kostentreiber stellt die Hilfe zur Pflege dar: Die Ausgaben stiegen um 13,3 Prozent auf 6 Milliarden Euro. Ihr Anteil an den Gesamtausgaben wuchs zum dritten Mal in Folge und erreichte 27,8 Prozent. Die Grundsicherung im Alter machte mit 11,8 Milliarden Euro weiterhin den Löwenanteil aus, ihr relativer Anteil sank jedoch auf 54,9 Prozent.

PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther warnt vor falschen Schlüssen: „Wer daraus die Forderung nach einer Pflegevollversicherung ableitet, dreht die Logik des Sozialstaats um.“ Nur sechs Prozent aller Pflegebedürftigen seien auf staatliche Hilfe angewiesen. Das ifo Institut sieht die alternde Gesellschaft als Hauptursache für steigende Sozialausgaben. Forscherin Lilly Fischer erklärt: „Die Ausgaben für Alter und Krankheit machen 70 Prozent der gesamten Sozialausgaben aus.“

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