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Strukturmodell und Expertenstandards im Einklang
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege wird das Verhältnis von Strukturmodell und Expertenstandards näher erläutert und thematisiert. Ausgangspunkt sind Hinweise aus Multiplikatorenschulungen zur Überarbeitung von EinSTEP 3.0. Teilnehmende hatten ein mögliches Missverständnis bei der fachlichen Risikoeinschätzung benannt. Der Beitrag stellt klar, dass beide Konzepte ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Systematische Einschätzung im Fokus
Die Expertenstandards beschreiben ein systematisches Vorgehen zur Einschätzung von Risiken. Zunächst erfolgt eine fachliche Ersteinschätzung. Kann ein Risiko nicht ausgeschlossen werden, folgt eine vertiefte Einschätzung. Das Strukturmodell verfolgt ebenfalls ein zweistufiges Vorgehen. Liegen bereits ausreichende Informationen aus den Themenfeldern der SIS® vor, kann eine weitere Einschätzung entfallen. Beide Ansätze zielen darauf ab, unnötige Routinen zu vermeiden und eine fundierte Entscheidungsbasis zu schaffen.
Missverständnisse in der Praxis
In der Praxis wird ein JA in der Matrix häufig so interpretiert, dass zwingend eine weitere Einschätzung erfolgen muss. Dies ist laut Fachartikel nicht korrekt. Die Entscheidung für eine weitere Einschätzung hängt davon ab, ob zusätzliche Informationen für die Maßnahmenplanung erforderlich sind. Sind diese bereits vorhanden, kann direkt geplant werden. Ein weiteres JA signalisiert lediglich Informationsbedarf.
Schrittweises Vorgehen und Evaluation
Das Strukturmodell beschreibt ein klares Vorgehen. Pflegefachpersonen erkennen Risiken anhand der SIS® und bewerten diese in der Matrix. Anschließend entscheiden sie, ob weitere Informationen notwendig sind. Falls ja, kommen Beobachtungen, Instrumente oder Fachexpertise zum Einsatz. Falls nein, erfolgt die Maßnahmenplanung direkt. Ergänzend sichert der Evaluationskreislauf eine kontinuierliche Anpassung der Pflege. Beide Konzepte orientieren sich am Pflegeprozess und führen zu einer fachlich fundierten Maßnahmenplanung.
Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Fachwissen Kompakt“ der Fachzeitschrift Altenpflege (05/2026). https://www.altenpflege-online.net/epaper/
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