Personal
Telefonische Krankschreibung ab sofort wieder möglich
Telefonische Krankschreibungen sind ab sofort wieder für Patientinnen und Patienten mit leichten Erkrankungen möglich. Aber nicht alle sind von dieser Regelung begeistert.
Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), sieht in der telefonischen Krankschreibung eine Fehlleistung der Gesundheitspolitik. Er befürchte eine qualitative Entwertung der Krankschreibung, obwohl sie die Grundlage für die Lohnfortzahlung sei.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) begrüßt hingegen die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, die dieser am Donnerstag getroffen hat: „So entlasten wir die Arztpraxen und Patienten gleichermaßen. Das ist gerade in Infektionszeiten wie jetzt besonders wichtig.“ Die Regel war im Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungsgesetz angelegt, um Praxen zu entlasten, Bürokratie abzubauen und unnötige Arztbesuche zu vermeiden.
Auch der Gemeinsame Bundesausschuss verteidigte seinen Beschluss gegen Kritik. „Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Krankschreibung zweiter Klasse“, sagte Gremiumsmitglied Monika Lelgemann.
Die maximal fünftägige telefonische Krankschreibung gilt nur Erkrankungen, die keine schweren Symptome vorweisen. Patient oder Patientin müssen der Praxis bekannt sein.
Passend dazu: Die Glaubhaftigkeit der Krankschreibung
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren