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Telepflege zwischen Qualitätsgewinn und Hürden
Telepflege kann Qualität steigern, birgt jedoch Umsetzungsprobleme. In userer Augustausgabe der Zeitschrift Altenpflege diskutieren Expert:innen über den Nutzen und die Grenzen der Telepflege.
Telepflege verspricht schnellere, sicherere Versorgung und Entlastung der Pflege. Fehlende Infrastruktur und klare Regeln bremsen jedoch die Umsetzung.
Potenzial für Präzision und Sicherheit
Telemedizinische und telepflegerische Lösungen können Prozesse in der stationären Altenpflege beschleunigen und Informationsverluste vermeiden. Digitale Abstimmung ersetzt zeitaufwendige Übergaben und Telefonate, der Zugriff auf externes Fachwissen wird erleichtert. Auch in abgelegenen Regionen können Pflegefachkräfte so schnell ärztliche Expertise einbinden. Beispiele sind Televisiten, digitale Wunddokumentation und die Echtzeitübertragung von Vitaldaten. Intelligente Sensorik und automatisierte Dokumentation entlasten Pflegekräfte und schaffen Zeit für persönliche Zuwendung.
Hürden bei der Umsetzung
Trotz der Vorteile ist die praktische Einführung anspruchsvoll. Der Wechsel von analogen zu digitalen Prozessen verlangt Schulungen im laufenden Betrieb, was unter bestehenden Belastungen zusätzlichen Druck erzeugt. Häufig fehlt die technische Basis wie flächendeckendes WLAN. Fördergelder konzentrieren sich oft auf Pilotprojekte, während der Aufbau notwendiger Infrastruktur unfinanziert bleibt. Auch laufende Kosten für Hardware, Lizenzen und Wartung erschweren die Wirtschaftlichkeit.
Ein weiteres Hindernis sind fehlende gesetzliche Vorgaben und praxisnahe Leitlinien. Unsicherheiten entstehen bei Datenschutz, Verantwortlichkeiten und Delegation von Aufgaben. Ohne klare Regelungen bleibt die Integration in den Pflegealltag riskant.
Telepflege bietet der Altenpflege die Chance, Versorgungslücken zu schließen und Qualität zu steigern. Damit dies gelingt, müssen Technik, Personalqualifizierung und klare rechtliche Rahmenbedingungen Hand in Hand gehen.
Weitere Informationen und Impulse finden Sie im aktuellen „Pro und Contra“ der Fachzeitschrift Altenpflege (08/2025) oder unter https://www.altenpflege-online.net/epaper/
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