Ausbildung
Umfrage deckt Defizite in der Pflege-Praxisanleitung auf
Eine Umfrage des DBfK unter Auszubildenden und Studierenden in der Pflege zeigt Defizite in der Praxisanleitung auf. Nur 27 Prozent erhalten die vorgeschriebene Praxisanleitungszeit von zehn Prozent.
Eine Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) unter 508 Pflege-Auszubildenden und Studierenden zeigt deutliche Mängel in der Praxisanleitung. Nur 27 Prozent der Befragten erhalten regelmäßig die vorgeschriebene Anleitungszeit von zehn Prozent. 49 Prozent gaben an, Einsätze ohne Kontakt zur Praxisanleitung gehabt zu haben.
„Es ist aus unserer Sicht besorgniserregend, dass nur 27 Prozent der befragten Auszubildenden regelmäßig die vorgeschriebene Praxisanleitungszeit von zehn Prozent erhalten“, kritisiert Lina Gürtler, Co-Sprecherin der Lenkungsgruppe Junge Pflege im DBfK. Ihr Kollege Björn Klink ergänzt: „Ein unzureichendes Angebot an Praxisanleitung kann zu Defiziten in der praktischen Ausbildung führen und setzt Auszubildende unter Druck.“ Die Umfrage deute zudem darauf hin, dass ein Teil der Befragten Praxisanleitungen dokumentieren müsse, die möglicherweise nicht in vollem Umfang stattgefunden haben, so Klink.
„Die stationäre Langzeitpflege muss sich stärker auf die Qualität der Praxisanleitung konzentrieren, anstatt die generalistische Ausbildung für den Personalmangel verantwortlich zu machen“, sagte Gürtler. Die Ergebnisse der Befragung unterstreichen die Forderung nach einer umfassenden Ursachenanalyse und einer besseren Unterstützung der freigestellten Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter.
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