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Umfrage zeigt, wie Pflege arm machen kann

Eine aktuelle Allensbach-Umfrage für die DAK-Gesundheit zeigt: Pflegearmut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Fast jede zweite Pflegeperson hat finanzielle Verluste erlitten.

Viele haben für die Pflege einen Großteil ihrer Ersparnisse oder ihr Haus verloren. Foto: Alexander Raths/Fotolia

Laut der DAK-Studie haben 46 Prozent der Pflegepersonen bei sich oder im persönlichen Umfeld erlebt, dass durch Pflege das eigene Haus oder der Großteil der Ersparnisse verloren ging. In der Gesamtbevölkerung sind 31 Prozent betroffen. Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte im Februar 2026 über 2.100 Menschen zwischen 16 und 75 Jahren.

Zwei Drittel der Befragten bewerten die aktuelle Pflegesituation als schlecht, 50 Prozent erwarten eine weitere Verschlechterung. Deshalb fordern 69 Prozent eine umfassende Reform des Pflegesystems. Jeder zweite Befragte wäre für nachhaltige Verbesserungen zu Einschnitten bereit. Kürzungen beim Pflegegeld lehnen jedoch 67 Prozent ab.

Die Mehrheit rechnet mit höheren Beiträgen: 61 Prozent halten Beitragserhöhungen oder Leistungskürzungen für unvermeidlich. 51 Prozent würden höhere Beiträge akzeptieren, wenn der Staat die Pflegeabsicherung komplett übernimmt.

DAK-Chef Andreas Storm warnt vor sozialem Sprengstoff und fordert eine faire Lastenverteilung zwischen Beitragszahlern, Steuerzahlern und Pflegebedürftigen, laut DAK-Gesundheit. „Ohne werde die Pflegereform keine gesellschaftliche Akzeptanz finden, so Storm.

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