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VKAD: Zahlungsverzug der Sozialämter gefährdet Einrichtungen
Sozialämter weisen laut Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) erhebliche Zahlungsrückstände gegenüber Pflegeeinrichtungen auf. Das zeigt der Verband jetzt in einer Blitzumfrage. Fast drei Viertel der 130 befragten Träger seien davon betroffen. Zusätzlich erzeuge die vorausgesagte Zahlungsunfähigkeit der sozialen Pflegeversicherung (SPV) Verunsicherung in der Langzeitpflege.
39 Prozent der befragten Träger, die teilweise mehrere Pflegeheime betreiben, sehen ihre Liquidität durch ausbleibende Zahlungen bereits jetzt oder in absehbarer Zeit gefährdet. „Diese Entwicklung trifft viele Pflegeheime hart. Nun kommt noch die Negativprognose der Pflegeversicherung hinzu. Das verunsichert zusätzlich“, stellt Andreas Wedeking, Geschäftsführer des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland fest.
Laut VKAD-Umfrage werden in insgesamt 287 Einrichtungen der betroffenen Träger Rückstände verzeichnet. In diesen Einrichtungen schulden die Sozialämter Leistungen für durchschnittlich 18 Prozent der Bewohner. Die Bearbeitung von Sozialhilfeanträgen zieht sich häufig über Monate hin.
VKAD fordert Vorfinanzierung der Sozialhilfe
Um die akute Finanznot der Pflegeeinrichtungen zu lindern, fordert der VKAD eine unbürokratische Vorfinanzierung der Sozialhilfe. Um die Bearbeitungsdauer zu verkürzen, bedarf es zudem der konsequenten Vereinfachung und Digitalisierung des Verfahrens. „Die Bearbeitung eines Antrags auf Sozialhilfe sollte nicht länger als sechs Wochen dauern“, fordert Wedeking. „Träger brauchen kalkulierbare Fristen und kein Warten auf den Sankt-Nimmerleins-Tag.“
Forderungen zur Stärkung der Altenhilfe
Neben dem Thema Zahlungsverzug sind die Pflegeeinrichtungen von fehlenden Risikozuschlägen und Fristverletzungen bei der Pflegesatzverhandlungen belastet. Der VKAD unterbreitet konkrete Lösungsvorschläge, um die finanzielle Lage von Trägern der Langzeitpflege zu verbessern. Dazu Wedeking: „Die Politik muss die Situation ernst nehmen und die Pflege als wichtigen Teil der Wirtschaft betrachten.“
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