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Vogler: Haltung gegen Rassismus auch in den eigenen Reihen zeigen
Vor dem Hintergrund des politischen Rechtsrucks hat sich die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, auf dem Deutschen Pflegetag 2024 in Berlin sehr deutlich dafür ausgesprochen, Rassismus entgegenzutreten.
„In einer Zeit, in der ein Rechtsruck durch die Welt und durch Deutschland geht, ist es unabdingbar, dass wir darüber reden“, so Vogler in Ihrer Eröffnungsrede. Die Pflege in Deutschland stehe dafür, dass Menschen uneingeschränkt pflegerische Versorgung erhielten, unabhängig von Merkmalen wie Alter, Hautfarbe, Kultur, Geschlecht, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit oder religiöser Überzeugung. „Das ist unser Grundethos“, so Vogler. „Jeder, der zu uns kommt, wird Versorgung erhalten.“
Grundwerte verteidigen
Die Pflege in Deutschland stehe für diese Haltung und diese Form der Versorgung. „Und wenn politische Parteien diese Haltung in ihren Parteiprogrammen oder auch nur mit Worten und Taten in Frage stellen, werden wir uns dagegen aussprechen“, sagte Vogler unter Applaus des Publikums.
Vogler mahnte zugleich, dass Pflegende diese Haltung auch gegenüber Menschen „aus den eigenen Reihen“ vertreten müssten, auch wenn es schwer sei, das zu ertragen. „Aber die Thematik, dass die Grundwerte unseres Berufes gehalten werden, das ist die Grundlage unseres Handelns“, so Vogler. „Und die Menschen, die diese Grundsätze nicht achten können, haben in der Pflege nichts zu suchen.“
Lauterbach: Ohne Migration keine adäquate Versorgung
Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte sich dazu in seiner Eröffnungsrede des Deutschen Pflegetags 2024 klar positioniert: „Wenn wir in Deutschland ein fremdenfeindliches Land werden, werden wir die Gesundheitsversorgung für unsere älteren Menschen nicht gewährleisten können.“ Deutschland sei auf Einwanderung angewiesen. „Und nirgendwo werden Fachkräfte kompetenter und besser in unser System integriert eingeführt und machen eine so wertvolle Arbeit wie in der Pflege“, so Lauterbach.
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