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Vom Jurastudium zur Pflegepraxis
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege wird Helmi Bel Hadj Abdallah als Praxisanleiter der compassio Gruppe porträtiert. Der Beitrag zeigt seinen Weg vom Jurastudium in Tunesien in die stationäre Altenpflege und beschreibt sein Engagement für Auszubildende mit Migrationsgeschichte.
Er betreut zahlreiche Auszubildende viele davon aus Tunesien seiner früheren Heimat. Sein beruflicher Weg begann nicht in der Pflege sondern mit einem Jurastudium in Sousse das er auf Wunsch der Eltern aufnahm. 2010 kam er im Rahmen einer Familienzusammenführung nach Deutschland und wollte sein Studium fortsetzen. Sprachliche Hürden verhinderten dies. Eine Nachbarin gab ihm den entscheidenden Hinweis die Arbeit mit älteren Menschen könne beim Deutschlernen helfen.
Vom Einstieg zur Berufung
Was als Minijob im Pflegeheim begann entwickelte sich schnell weiter. Bereits nach drei Wochen erhielt er einen festen Vertrag. Helmi stellte sich bewusst die Frage ob er diesen Beruf langfristig ausüben wolle und entschied sich klar dafür. Besonders der medizinische Aspekt verbunden mit den Lebensgeschichten der Bewohner:innen faszinierte ihn. Trotz anfänglicher Zweifel an seinen Sprachkenntnissen und langer Auseinandersetzungen mit dem Arbeitsamt begann er schließlich die Ausbildung. Die Unterstützung der damaligen Heimleitung war dabei entscheidend.
Halt in schwierigen Zeiten
Eine persönliche Krise nach einer Trennung brachte ihn kurzzeitig an den Punkt Deutschland verlassen zu wollen. In dieser Phase begegnete er einer blinden Bewohnerin die seine innere Verletzung erkannte. Zwei Wochen lang sprach er mit ihr und fand dadurch neue Stabilität. Diese Erfahrung prägt seine heutige Haltung gegenüber Auszubildenden nachhaltig.
Praxisanleitung mit Nähe
Als Praxisanleiter versteht sich Helmi als Vertrauensperson und Begleiter. Er kennt Bürokratie Sprachhemmungen und Heimweh aus eigener Erfahrung. Geduld und persönlicher Austausch stehen für ihn im Mittelpunkt. Viele seiner ehemaligen Auszubildenden arbeiten heute als Pflegefachkräfte mit ihm zusammen. Motivation schöpft er aus der Dankbarkeit von Bewohner:innen und Azubis gleichermaßen.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen „Hauptperson“ der Fachzeitschrift Altenpflege (01/2026). https://www.altenpflege-online.net/epaper/
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