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Wie die SPD die Pflegekosten begrenzen will

Die SPD plant, Pflegebedürftige finanziell zu entlasten. Medienberichten zufolge will die Partei mit einem Konzept zur Begrenzung der Eigenanteile in den Bundestagswahlkampf ziehen.

Die Kosten für die stationäre Altenpflege sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Foto: Adobe Stock / fotomek

Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, sieht das Wahlprogramm von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, die Eigenanteile für die stationäre Langzeitpflege auf 1.000 Euro pro Monat zu deckeln. Die Kosten für Miete und Verpflegung sollen wie bisher zusätzlich bezahlt werden.

Nach Angaben der SPD könnten Heimbewohner:innen durch die Deckelung durchschnittlich 678 Euro im Monat sparen. Auch Pflegebedürftige, die zu Hause betreut werden, sollen von der Reform profitieren. Geplant ist, die Zuzahlungen für die mobile Pflege ebenfalls auf 1.000 Euro zu begrenzen, um eine Gleichbehandlung beider Versorgungsformen zu gewährleisten.

Darüber hinaus schlägt die SPD ein so genanntes Familienpflegegeld vor, das sich an der Regelung des Elterngeldes orientiert. Familien, die Angehörige zu Hause pflegen, sollen demnach bis zu 1.800 Euro monatlich erhalten – abhängig vom bisherigen Nettoeinkommen, das zu 65 Prozent ersetzt werden soll.

Das komplette Wahlprogramm will Olaf Scholz am Dienstag vorstellen. Ziel sei es, die Pflege in Pflegeheimen und zu Hause bezahlbarer zu machen und pflegende Angehörige stärker zu unterstützen.

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) kritisiert diese Pläne als realitätsfern. „Die SPD wirbt mit Deckelungen und besseren Leistungen für pflegende Angehörige – das ist populär, aber ohne solide Finanzierung nicht umsetzbar“, so AGVP-Präsident Thomas Greiner.

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