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Wie viele Pflegebedürftige im Pflegeheim leben

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ist auf 5,7 Millionen gestiegen – ein Plus von 15 Prozent seit 2021. Damit zeigen die Daten des Statistischen Bundesamtes einen deutlichen Trend.

Heibewohnerin bereitet einen Teig zu
Eine Heimbewohnerin bereitet in einer Schüssel Teig zu. Foto: Werner Krueper

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Dezember 2023 knapp 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Dies entspricht einem Anstieg von 15 Prozent gegenüber den 5 Millionen Pflegebedürftigen Ende 2021.

Der Anstieg um 730.000 Betroffene ist laut Destatis nicht allein auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen. Ein wesentlicher Faktor sei der seit 2017 erweiterte Pflegebedürftigkeitsbegriff. Dieser ermöglicht es, Menschen früher als pflegebedürftig einzustufen.

Rund 86 Prozent der Pflegebedürftigen (rund 4,9 Millionen) wurden zu Hause versorgt. Davon erhielten 3,1 Millionen ausschließlich Pflegegeld und wurden überwiegend von Angehörigen gepflegt. Weitere 1,1 Millionen nahmen ambulante Pflege- und Betreuungsdienste in Anspruch. 14 Prozent der Pflegebedürftigen (800.000 Personen) lebten in Pflegeheimen.

Auffällig ist die starke Zunahme der durch Angehörige gepflegten Personen: Ihre Zahl stieg um 21 Prozent (+549.000) seit 2021. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der in Heimen gepflegten Personen nur leicht um 0,8 Prozent zu.

Passend dazu: Die neue Austausch-Session zur Umsetzung von PeBeM auf dem AltenpflegeKongress. Mit Prof. Dr. Heinz Rothgang, Thomas Kalwitzki (beide Universität Bremen) und Michael Wipp. Programm und Anmeldung…