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Wie viele Pflegeheime pro Jahr tatsächlich gebaut werden müssten
Deutschland steuert auf eine dramatische Versorgungslücke in der stationären Altenpflege zu. Hochrechnungen des Arbeitgeberverbands Pflege zeigen, wie viele Heimplätze tatsächlich fehlen könnten.
Deutschland steht vor einer akuten Versorgungslücke in der stationären Altenpflege. Von Ende 2021 bis Ende 2025 werden fast 60.000 Pflegeplätze fehlen. Zum Vergleich: 2008/2009 wurden jährlich 330 neue Heime mit 23.000 Plätzen eröffnet.
Um den steigenden Bedarf zu decken, müssten laut AGVP-Prognose jährlich mindestens 17.000 zusätzliche Pflegeplätze geschaffen werden. Dies entspricht dem Neubau von mehr als 200 Einrichtungen mit jeweils 78 Plätzen pro Jahr. Doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Pflegeeinrichtungen erschweren Investitionen. AGVP-Präsident Thomas Greiner kritisiert insbesondere den staatlichen Regulierungskurs: „Wo kein Investor, da kein Heim und keine Kosten – auf dem Rücken der Ältesten.“
Die Hochrechnungen des AGVP stützen sich auf die Pflegestatistiken des Statistischen Bundesamtes sowie auf Daten von Pflegemarkt.com und den RWI-Pflegeheim-Rating-Report 2024. Trotz unterschiedlicher Quellen zeigen die Zahlen eine klare Tendenz: Ohne Kurskorrektur droht Deutschland zum Wartelistenland zu werden.
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