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„Wir sprechen von Integration, meinen aber einseitige Anpassung“

In der aktuellen Ausgabe der Altenpflege Fachzeitschrift äußert sich der Pflegewissenschaftler Siegfried Huhn zur Thematik „Anwerbung und Integration ausländischer Pflegefachpersonen“. Wie der Begriff Integration zu verstehen ist und warum dieses Prinzip nicht immer reibungslos funktioniert, lesen Sie hier.

Foto: AdobeStock/vie_art

Andere Länder, andere Sitten. Siegfried Huhn erläutert, dass ausländische Pflegefachkräfte bei Beginn ihrer Tätigkeit in deutschen Senioren- oder Pflegeeinrichtungen nicht immer besonderes Interesse an ihren persönlichen Erfahrungswerten und der Kultur des Herkunftslandes erfahren würden. Stattdessen werde oftmals von ihnen erwartet, sich an die bereits etablierten Verhältnisse und Abläufe anzupassen – also eher Akkulturation anstelle von Integration. Die Präsenz von Pflegefachkräften aus dem Ausland werde außerdem häufig nicht als willkommene Bereicherung angesehen, sondern eher als Einheit, die nach bestimmten Mustern funktionieren solle.

„Integration wird in der Pflege als ein einseitiger Prozess missverstanden. Auch die Fachlichkeit leidet darunter“, so Huhn.

Aus diesem Grund sei es von hoher Priorität, alle Beteiligten in Entscheidungsprozesse und die Lösungsfindung einzubinden, um gemeinsam neue Ideen entwickeln zu können. Auch setze eine erfolgreiche Integration voraus, ehrliches Interesse am Gegenüber zu zeigen und auch Chancen in der Unterschiedlichkeit des Pflegefachpersonals zu sehen, erläutert der Pflegewissenschaftler weiter.

Nur wenn auf fachlicher und menschlicher Ebene zusammengearbeitet wird, könne das Hauptziel der Erfüllung des Pflegeauftrages erreicht werden.

Was für Herausforderungen der Prozess zur tatsächlichen Integration mit sich bringt und welche Tipps Siegfried Huhn noch gibt, erfahren Sie in der Rubrik „Kommentar“ der aktuellen September-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege.

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