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Wirbelsäulenprobleme im Alter und Pflegepraxis

In dem Beitrag der aktuellen Ausgabe der Altenpflege gibt Priv.-Doz. Dr. Robert Fleischmann einen Einblick in die Bedeutung von Wirbelsäulenproblemen im Alter und deren Auswirkungen auf Mobilität, Teilhabe und Hirngesundheit. Besonders bei älteren Patient:innen mit lumbaler Spinalstenose treten Einschränkungen der Beweglichkeit auf, die immer im Zusammenhang mit funktionellen Beeinträchtigungen betrachtet werden müssen.

Der Beitrag zeigt Chancen und Risiken operativer und konservativer Ansätze und die pflegerische Verantwortung. Foto: Foto: AdobeStock/Andrey Popov (Symbolbild).

Chancen und Risiken im Blick
Wirbelsäulenprobleme gefährden Teilhabe und Hirngesundheit. Voraussetzung jeder Therapieentscheidung ist eine sorgfältige Indikationsstellung. Ohne Operation bilden Physiotherapie, Gewichtsmanagement, Hilfsmittel, gezielte Bewegung und Schmerztherapie zentrale Bausteine der Versorgung. Realistische Ziele und interprofessionelle Zusammenarbeit gelten dabei als unerlässlich. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Gehfähigkeit zu verbessern und die Selbstständigkeit der Bewohner:innen zu stärken.

Operation und pflegerische Aufgaben
Eine Operation kann Unabhängigkeit und Fitness fördern. Nach einer erfolgreichen Wirbelsäulenoperation nehmen bei vielen älteren Patient:innen die Schmerzen ab. Pflegefachpersonen unterstützen ein sicheres Training, achten konsequent auf Sturzprävention und fördern die kognitive Aktivierung sowohl vor als auch nach einer Operation. Anticholinerge Präparate sollen ärztlich überprüft werden. Pflegerische Maßnahmen vor der Operation und in der Nachsorge tragen dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Rehabilitation strukturiert zu begleiten.

Delir erkennen und vorbeugen
Ein zentrales Thema ist das Delir. Pflegerische Maßnahmen vor und nach der Operation zielen darauf ab, Delirrisiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Delirprävention gehört damit zu den Kernaufgaben in der stationären Altenpflege.

Fazit für die Praxis
Wirbelsäulenprobleme im Alter erfordern eine enge Zusammenarbeit aller Berufsgruppen. Pflegefachpersonen leisten einen wesentlichen Beitrag, um Mobilität zu erhalten, Risiken zu reduzieren und die Selbstständigkeit von Bewohner:innen langfristig zu stärken.

Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Fachwissen Kompakt“ der Fachzeitschrift Altenpflege (01/2026). https://www.altenpflege-online.net/epaper/