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Würdige Versorgung Verstorbener

Im Antoniushaus gehören festgelegte Rituale und ein Palliativkonzept zur Versorgung Verstorbener. Angehörige und Mitarbeitende erhalten Zeit für Abschied und Reflexion. Das Konzept schafft Raum für Trauer, stärkt das Team und fördert eine Kultur der Achtsamkeit im Umgang mit dem Tod. In der Oktoberausgabe des Magazins Altenpflege berichtet Markus Sasse, wie im Antoniushaus der Abschied gestaltet wird. Von der würdevollen Herrichtung des Zimmers über Gedenkfeiern bis hin zur Reflexion im Team.

Sterbehilfe, Foto_Werner_Krüper
Orientierung bei der Versorgung von Verstorbenen bietet ein Palliativkonzept. Foto: Werner Krüper

Nach der ärztlichen Feststellung des Todes wird der oder die Verstorbene im Antoniushaus würdevoll versorgt. Das Zimmer wird hergerichtet, eine Kerze oder Rose aufgestellt und ein Foto im Aufenthaltsraum gezeigt. Der Abschied erfolgt bewusst: Die verstorbene Person verlässt das Haus durch den Haupteingang, der Name wird im Erinnerungsbuch der Kapelle eingetragen.

Zeit und Raum für Trauer

Angehörige, Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen werden zu einem Totengebet eingeladen. Gespräche über Sterben und Verlust sind ausdrücklich erwünscht. Bis zur Neu­belegung des Zimmers vergehen in der Regel zehn Tage, um Angehörigen Zeit zu geben. Ein jährlicher Gedenkgottesdienst erinnert an die Verstorbenen des vergangenen Jahres.

Palliativkonzept und Teamarbeit

Nach jedem Sterbefall reflektiert das Team das Geschehen. Rückmeldungen fließen in das Palliativkonzept ein, das durch eine interne siebentägige Fortbildung ergänzt wird. Teilnehmen können Mitarbeiter:innen aller Bereiche – von Pflege über Verwaltung bis Hauswirtschaft. Standardisierte Abläufe sichern eine würdevolle Versorgung. Palliativnetz und Palliativbeauftragte begleiten Angehörige und Team. Mitarbeiter:innen nehmen häufig an Beerdigungen teil und erhalten Unterstützung im Umgang mit Trauer.

Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Fachwissen Kompakt“ der Fachzeitschrift Altenpflege (10/2025). https://www.altenpflege-online.net/epaper/