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Zahl der Pflegebedürftigen steigt – auch unter Jüngeren

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wächst schnell. Immer öfter werden auch Menschen unter 60 Jahren als pflegebedürftig eingestuft

Seit 2017 werden psychische und kognitive Beeinträchtigungen bei der Frage der Pflegebedürftigkeit stärker berücksichtigt. Foto: AdobeStock/Shisu_ka (Symbolbild).

Im vergangenen Jahr erhielten 5,64 Millionen Menschen Leistungen der Pflegeversicherung, wie der Medizinische Dienst Bund mitteilt. Fünf Jahre zuvor hatte die Zahl bei lediglich vier Millionen gelegen, im Jahr 2014 sogar nur bei 2,67 Millionen.

Immer öfter würden auch jüngere Menschen unter 60 Jahren als pflegebedürftig eingestuft, sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bund, Carola Engler, bei der Vorstellung der Zahlen. Als Grund nannte sie die Pflegereform von 2017. Seither werden psychische und kognitive Beeinträchtigungen bei der Frage der Pflegebedürftigkeit stärker berücksichtigt.

Versorgung meist im häuslichen Umfeld

Der weitaus größte Teil aller Pflegebedürftigen wird den vorgestellten Daten zufolge im häuslichen Umfeld versorgt. 85 Prozent der betroffenen Frauen und 88 Prozent der Männer wohnten demnach 2024 privat alleine oder mit anderen Menschen zusammen.

Engler wies darauf hin, dass ein großer Teil der Betroffenen erst dann Pflegeleistungen beantragen, wenn sie bereits erhebliche Beeinträchtigungen erleben. Dies zeigt sich daran, dass bereits nach der ersten Begutachtung mehr als die Hälfte (53,1 Prozent) der Versicherten den Pflegegrad 2 oder höher zugesprochen bekommen.

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