News

Sachsen-Anhalt fördert Pflege-Digitalisierung mit neuem Kompetenzzentrum

Sachsen-Anhalt fördert die Digitalisierung der Pflege. Das neue Landeskompetenzzentrum vernetzt, berät und bildet weiter – mit einer Million Euro und Fokus auf Telematikinfrastruktur.

Wolfgang Beck (links) und Prof. Patrick Jahn mit den Zertifikaten der Weiterbildung zu Beratenden für digitale Gesundheitsversorgung.
Wolfgang Beck (links) und Prof. Patrick Jahn mit den Zertifikaten der Weiterbildung zu Beratenden für digitale Gesundheitsversorgung. Foto: Anne Hornemann

Sachsen-Anhalt hat ein neues Landeskompetenzzentrum Pflege Digital ins Leben gerufen. Es soll die Digitalisierung in der Pflege vorantreiben. Das Land fördert das an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) angesiedelte Projekt mit rund einer Million Euro. Ziel ist es, Pflegeeinrichtungen zu vernetzen, zu beraten und weiterzubilden sowie Technologien in die Praxis zu integrieren.

Staatssekretär Wolfgang Beck betont die Bedeutung des Zentrums als fachliche Anlaufstelle für die Pflege. Ein aktueller Schwerpunkt ist die verpflichtende Anbindung von rund 1.400 Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur bis Juli 2025, um einen sicheren und schnellen Austausch von Gesundheitsdaten zu gewährleisten.

Weitere Schwerpunkte sind der Technologietransfer in den Pflegealltag, die Einführung neuer Versorgungskonzepte und die Erprobung von Produkten. Die Entwicklung des Kompetenzzentrums übernimmt das Team um Prof. Patrick Jahn, Leiter der AG Versorgungsforschung, Pflege im Krankenhaus an der Medizinischen Fakultät der MLU. Auch Fort- und Weiterbildungen, wie die bereits erfolgreiche „Beratende für digitale Gesundheitsversorgung“, werden gefördert und richten sich künftig verstärkt an Führungs- und Lehrkräfte.

Passend dazu: Was Baden-Württemberg für die Digitalisierung der Altenpflege plant