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18-monatige Pflegeassistenz-Ausbildung: Was dagegen spricht

Die Pflegeassistenz-Ausbildung soll bundesweit per Gesetz vereinheitlicht werden. Derzeit wird noch darüber beraten, ob die Ausbildungsdauer zwölf oder 18 Monate betragen soll. An der Variante mit 18 Monaten gibt es deutliche Kritik. Das sind die Argumente.

Mitarbeiterin schiebt einen Rollstuhl über den Flur im Altenheim
Foto: AdobeStock/Peter Atkins

Konflikte mit der Personalbemessung

Eine 18-monatige Assitenzausbildung wäre ein fauler Kompromiss – das zumindest findet PeBeM-Experte und Organisationsberater Michael Wipp von „WippCare – Beratung und Begleitung von Pflegeeinrichtungen“. Zum einen sei es schwieriger, jetzige und neue Mitarbeitende für diese Ausbildung zu begeistern als bei einer zwölfmonatigen Ausbildung. Zusätzlich erschwere es die Umsetzung der Personalbemessung, erklärt Wipp im Kommentar in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege. „Bei 18 Monaten benötigen wir die 1,5-fache Zeit, bis die erforderlichen Mitarbeiterzahlen vorliegen, sofern wir diese dann auch erreichen.“ Wipp empfiehlt stattdessen eine bundesweit einjährige Ausbildung mit ebenso bundesweit geltenden verpflichtenden jährlichen Updates.

Die Sorge um die Kompetenzen

Auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hatte die 18-monatige Ausbildung kritisiert, jedoch aus anderen Gründen: Er hält eine Ausbildungsdauer von 24 Monaten für notwendig, um die Ausbildungsziele zu erreichen. Eine einjährige Ausbildung lehnt der Verband grundsätzlich ab. Einig sind sich beide Seiten darin, dass die Durchlässigkeit zur Pflegefachausbildung geregelt werden müsse.

Das sagen unsere Leserinnen und Leser

Bei einer nicht-repräsentativen Kurzumfrage zur bevorzugten Ausbildungsdauer der Assinstenzausbildung für die August-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege war die 18-monatige Ausbildung bei den 140 Teilnehmenden die unbeliebteste Variante (25 Prozent). 41 Prozent sprachen sich für eine einjährige Ausbildung aus, 34 Prozent für eine zweijährige.