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Pflegewissenschaft trauert: Klaus Wingenfeld verstorben

Prof. Dr. Klaus Wingenfeld ist im Alter von 64 Jahren verstorben. Als Pflegeforscher prägte er zentrale Konzepte wie den modernen Pflegebedürftigkeitsbegriff.

Prof. Dr. Klaus Wingenfeld
Prof. Dr. Klaus Wingenfeld (64): Ein visionärer Pflegewissenschaftler, dessen Forschung die Pflege nachhaltig prägte und die Würde pflegebedürftiger Menschen in den Mittelpunkt stellte. Foto: Monika Gaier

Die Pflegewissenschaft trauert um Prof. Dr. Klaus Wingenfeld, der am 26. November im Alter von 64 Jahren nach schwerer Krankheit verstarb. Als Mitbegründer und späterer wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW) hat er die Pflegewissenschaft in Deutschland entscheidend geprägt.

Seit 1995 war Wingenfeld am IPW tätig und setzte sich fast drei Jahrzehnte für die Professionalisierung der Pflege ein. Besonders verbunden bleibt sein Name mit den Referenzmodellen der stationären Langzeitpflege und der Entwicklung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der 2017 in die Pflegeversicherung eingeführt wurde.

Sein Engagement ermöglichte es, wissenschaftliche Grundlagen in Gesetzgebungsverfahren zu verankern. Klaus Wingenfeld kombinierte wissenschaftliche Exzellenz mit menschlicher Wärme und Vision. „Sein Wirken hat die Würde und Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen nachhaltig verbessert“, betonten Weggefährten. Mit Wingenfeld verlieret die Pflege nicht nur einen herausragenden Wissenschaftler, sondern auch einen streitbaren, menschlich zugewandten Kollegen und Freund.