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Hoffnung für von Abschiebung bedrohte kolumbianische Pflegekräfte
Die von Abschiebung bedrohten kolumbianischen Pflegehelfer im Pflegeheim Wilstedt bekommen eine Chance: Eine Regelung im Aufenthaltsgesetz, die „Ausbildungsduldung“, macht Hoffnung.
Acht kolumbianische Pflegehelferinnen und -helfer, denen die Abschiebung drohte, beginnen im Pflegeheim Wilstedt bei Rotenburg eine Ausbildung zur Pflegefachperson oder Pflegehilfskraft. Ein weiterer Kolumbianer wird zum Koch ausgebildet, während für eine Frau mit pflegerischem Studium aus Kolumbien die Anerkennung angestrebt wird. Das sagte Heimbetreiber Tino Wohlmacher dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Der Plan sei in Abstimmung mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) entstanden. Dieser hatte am vergangenen Mittwoch in Berlin eine Petition mit mehr als 83.000 Unterschriften entgegengenommen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner fordern ein Bleiberecht für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bis zum 20. Dezember sollen alle relevanten Unterlagen der Betroffenen der Härtefallkommission des Landes Niedersachsen vorliegen. Mit der so genannten Ausbildungsduldung solle verhindert werden, dass die zehn Mitarbeitenden vor der Prüfung durch die Härtefallkommission abgeschoben werden, erklärte Wohlmacher: „Das verschafft uns erst einmal Zeit“.
Hintergrundgespräche mit Vertretern des niedersächsischen Sozial- und Innenministeriums waren zuvor ohne Ergebnis geblieben. Die Landesregierung verwies darauf, dass die Entscheidung über Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge liege. Die Härtefallkommission sei die letzte Instanz für besondere Fälle. Zuerst hatte der NDR über den Fall berichtet.
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