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Pflegepolitik: Was der DBfK von der nächsten Bundesregierung fordert
Die nächste Bundesregierung muss zeigen, dass sie es besser kann, findet der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK). Er hat eine Liste mit Forderungen an die nächste Bundesregierung vorgelegt, die die Pflegeberufe stärken und attraktiver machen sollen.
„Es braucht grundlegende Reformen, die nicht nur kurativ, sondern auf Gesundheitsförderung und Prävention ausgerichtet sind“, so die DBfK-Präsidentin Vera Lux. Dazu sei eine Umverteilung von Aufgaben zwischen den Gesundheitsberufen notwendig, in der die Pflege eine Schlüsselrolle spielen müsse.
Gratifikationsschein für die Pflege
Um Pflegeberufe attraktiver zu machen und die Gesundheit der Pflegenden besser zu schützen, bringt der Verband erneut die Einführung eines „Pflegegratifikationsscheins“ ins Spiel. Dieser sieht unter anderem höhere Rentenansprüche und die Möglichkeit für einen früheren Renteneintritt vor sowie eine Reduktion der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich ab dem 50 Lebensjahr.
Ausbildungen weiterentwickeln
Nachdem das ursprünglich geplante Pflegeassistenzgesetz zwar im Bundeskabinett beschlossen wurde, aber bislang nicht den Bundestag passiert hat, fordert der Verband erneut die Einführung einer bundeseinheitlichen und generalistisch ausgerichteten Pflegeassistenzausbildung. Zusätzlich solle die Generalistische Ausbildung weiterentwickelt werden – unter anderem durch eine Stärkung der Praxisanleitung. Eine Umfrage des DBfK im September 2024 hatte deutliche Defizite bei der Praxisanleitung ausgewiesen.
Pflegebeauftragte im Kanzleramt
Aus Sicht des Verbands müsse die professionelle Pflege künftig in allen relevanten Gremien und Gesetzgebungsverfahren maßgeblich beteiligt sein. Dafür solle eine Chief Government Nurse im Kanzleramt eingeführt werden, die mit allen Belangen der Pflege beauftragt ist.
Außerdem fordert der Verband…
- Pflegeprozesse als Kernaufgabe zu stärken und über die Vorbehaltsaufgaben zu sichern,
- Advanced Practice Nurses und Community Health Nurses flächendeckend zu etablieren,
- Pflegeberufekammern als Teil der Selbstverwaltung zu etablieren,
- die Akademisierung der Pflege voranzutreiben und die Pflegeforschung an Hochschulen zu fördern,
- Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsabschlüsse zu beschleunigen
- und die Pflegelast durch Gesundheitsförderung und Prävention zu reduzieren.
Welche Pläne die Parteien für die Pflege haben, lesen Sie in der kommenden Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege.
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