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Forscher finden das vielleicht älteste Altenheim der Welt

Ein Archäologenteam hat in Nordisrael das vermutlich älteste Altenheim der Welt ausgegraben. Ein byzantinisches Mosaik aus dem 5. Jahrhundert liefert den Beweis für organisierte Altenpflege.

Eine Nahaufnahme eines gravierten Medaillons mit der Inschrift „Friede sei mit den Ältesten“, flankiert von Nilgänsen, gefunden an der Ausgrabungsstätte Hippos in Nordisrael.
Eine Nahaufnahme eines gravierten Medaillons mit der Inschrift „Friede sei mit den Ältesten“, flankiert von Nilgänsen, gefunden an der Ausgrabungsstätte Hippos in Nordisrael. Foto: Dr. Michael Eisenberg

Forschende der Universität Haifa haben in der antiken Stadt Hippos am See Genezareth das weltweit älteste bekannte Altenheim entdeckt. Laut Times of Israel fanden sie ein Mosaik-Medaillon aus dem späten vierten oder frühen fünften Jahrhundert mit der griechischen Inschrift „Friede sei mit den Alten“.

Dr. Michael Eisenberg vom Zinman-Institut für Archäologie der Universität Haifa leitete die Ausgrabungen. „Das ist der lebende Beweis, dass Fürsorge für ältere Menschen keine moderne Idee ist, sondern bereits vor etwa 1.600 Jahren Teil sozialer Institutionen war“, sagte er laut Times of Israel.

Das Medaillon lag nahe der Kreuzung zweier Hauptstraßen im Wohngebiet der byzantinischen Christenstadt. Die Forscher gehen davon aus, dass es am Eingang der Einrichtung angebracht war. In einer Studie argumentieren sie, dass dies der erste physische Beweis für organisierte Altenpflege sei. Bisher gab es nur Textbelege aus dem fünften und sechsten Jahrhundert.

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