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Verantwortung lernen: Projekt „Auszubildenden-Station“ gestartet

Im Ernst-Barlach-Haus von DeineDiakonie in Bielefeld haben Auszubildende eine eigene Station übernommen – ein Modellprojekt, das Fachkräfte fördert und Theorie und Praxis eng verzahnt. Markus Friedrich, Leiter des Qualitäts- und Bildungsmanagements von DeineDiakonie, berichtet in der aktuellen Ausgabe der Altenpflege darüber.

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DeineDiakonie startet in Bielefeld eine „Auszubildenden-Station“ als Modellprojekt für praxisnahe Pflegeausbildung. Foto: AdobeStock/Peter Atkins

Mit dem feierlichen Zerschneiden eines blauen Bands eröffnete Einrichtungsleiterin Natalya Dyachuk im Ernst-Barlach-Haus (EBH) in Bielefeld die neue „Auszubildenden-Station“. Das Projekt von DeineDiakonie soll die Qualität der Ausbildung stärken und langfristig dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Lernen in echter Berufspraxis

In dem Modell übernehmen Auszubildende eigenverantwortlich Aufgaben in der Versorgung von 25 Bewohner:innen. Sie werden kontinuierlich von sechs Praxisanleitenden begleitet, unterstützt von Ausbildungsbeauftragter Anja Poppek. Je nach Ausbildungsstand variiert der Verantwortungsbereich: vom Durchführen grundpflegerischer Tätigkeiten bis zur Leitung von Schichten. Ziel ist es, Handlungssicherheit, Teamgeist und Delegationsfähigkeit zu fördern.

Beate Katthöfer, stellvertretende Schulleiterin des Evangelischen Klinikums Bethel, betont die enge Zusammenarbeit zwischen Pflegeschulen und Trägern: „Theorie und Praxis sind eng miteinander verzahnt. Die Auszubildenden stehen hier wirklich im Fokus und können in ihre Rolle hineinwachsen.“

Kooperation und wissenschaftliche Begleitung

Neben Auszubildenden der Diakonie können auch Schüler:innen anderer Träger auf der Station mitwirken. Die Hochschule Bielefeld begleitet das Projekt künftig wissenschaftlich. Bereits jetzt nimmt DeineDiakonie an einer NRW-weiten Studie zur Rolle der Auszubildenden in Pflegeeinrichtungen teil.

Positive Resonanz und neue Perspektiven

Das Interesse ist groß: Im Schnitt erreichen das EBH zwei Anfragen pro Tag. Die Teilnehmenden berichten von Wertschätzung und einem starken Lerneffekt. Praxisanleiterin Anja Poppek sieht das Konzept als Gewinn: „Die Auszubildenden lernen, Verantwortung zu übernehmen und den Überblick zu behalten – das ist die beste Vorbereitung auf den Beruf.“ Das Projekt gilt als nachhaltige Investition in die Fachkräftegewinnung. Es bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Pflege in einem motivierenden, praxisnahen Umfeld zu erleben und selbst zu gestalten.

Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Qualität und Praxis“ der Fachzeitschrift Altenpflege (11/2025). https://www.altenpflege-online.net/epaper/