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ALTENPFLEGE 2026: Verpflegungskonzepte, die Prozesse spürbar vereinfachen

Fachkräftemangel, steigende Qualitätsanforderungen und wachsender Kostendruck stellen Senioreneinrichtungen auch 2026 vor erhebliche Herausforderungen – besonders im Bereich Verpflegungsmanagement. Im Vorfeld der Leitmesse ALTENPFLEGE 2026 spricht Alexander Groß, Nationaler Verkaufsleiter Care bei apetito, darüber, wie Einrichtungen ihre Versorgungsprozesse vereinfachen, Personal entlasten und gleichzeitig Qualität und Flexibilität sichern können.

Grafik/Foto: Vincentz Network/apetito

Herr Groß, vor welchen zentralen Herausforderungen stehen Pflegeeinrichtungen derzeit im Bereich Verpflegungsmanagement?
Der Alltag in Pflegeeinrichtungen ist geprägt von Fachkräfteengpässen, steigenden Qualitätsanforderungen und zunehmendem wirtschaftlichem Druck. Diese Kombination macht es für Einrichtungen immer schwieriger, eine verlässliche, qualitativ hochwertige Verpflegung sicherzustellen – und das mit begrenzten personellen Ressourcen.
Was wir daraus ableiten: Einrichtungen brauchen Konzepte, die Prozesse spürbar vereinfachen, Personal entlasten und gleichzeitig Genuss, Sicherheit und Vielfalt für Bewohnerinnen und Bewohner gewährleisten. Wir versuchen dabei stets, für jeden Kunden die individuell beste Lösung zu finden – denn die Rahmenbedingungen unterscheiden sich von Einrichtung zu Einrichtung erheblich.

Wie begegnen Sie dem Bedarf nach Entlastung im Verpflegungsalltag konkret?
Ein zentraler Ansatz ist die Ganztagesverpflegung. Damit ermöglichen wir Einrichtungen eine vollständige Tagesversorgung aus einer Hand – von Frühstück und Mittagsmenüs über Zwischenmahlzeiten bis zum Abendessen. Speisenplanung, Produktauswahl und Prozessgestaltung werden dadurch deutlich vereinfacht und entlasten Küche, Verwaltung und Hauswirtschaft gleichermaßen.
Konkret bedeutet das: weniger Bestellaufwand, klar kalkulierbare Grundlagen und ein System, das auf den Alltag in Senioreneinrichtungen abgestimmt ist. Durch die Zusammenarbeit mit ausgewählten Großhandelspartnern bleiben die Bestellwege für die Teams vertraut, während Wirtschaftlichkeit und hohe Qualitätsstandards gewährleistet bleiben.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Verpflegungsmanagement – und wie setzen Sie das in der Praxis um?
Digitale Unterstützung wird im Pflegealltag zunehmend relevant – aber nur dann, wenn sie wirklich entlastet und nicht zusätzlichen Aufwand erzeugt. Digitalisierung darf nicht kompliziert sein. Genau das ist der Anspruch, dem unser Portal mein.apetito folgt: Speiseplanung, Bestellungen und Produktübersichten werden zentral gebündelt und übersichtlich dargestellt.
Das Ergebnis ist ein klar strukturiertes System, das Küchen- und Hauswirtschaftsteams spürbar Zeit zurückgibt. Diese Zeit können Einrichtungen dann dort einsetzen, wo sie am dringendsten gebraucht wird: bei der Betreuung der Menschen.

Ein weiterer Trend ist die Dezentralisierung von Versorgungsstrukturen. Wie reagieren Sie auf den Wunsch nach wohnbereichsnahen Konzepten?
Der Trend zu dezentraleren, wohnbereichsnahen Versorgungsformen nimmt tatsächlich zu. Immer mehr Einrichtungen möchten ihren Bewohnerinnen und Bewohnern Nähe, Flexibilität und ein Gefühl von zuhause ermöglichen – auch bei der Verpflegung. Das stellt andere Anforderungen an Logistik, Geräteausstattung und Menüangebot als klassische Zentralküchenkonzepte.
Wir bieten hierfür modulare, wohnbereichsorientierte Systeme an, die sowohl in klassischen Küchenstrukturen als auch in modernen dezentralen Wohnkonzepten funktionieren. Das Angebot umfasst eine breite Auswahl an Menükomponenten sowie verschiedene Gerätekonzepte für eine sichere und schnelle Zubereitung – angepasst an die Größe der Einrichtung und die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner.

Interview: Ina Füllkrug

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