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OTH-Professorin: So lässt sich das Gesundheitssystem reformieren
Die Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali von der OTH Regensburg hat konkrete Vorschläge für die Reform der Primärversorgung. Akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen sollen mehr Verantwortung übernehmen.
Das deutsche Gesundheitssystem ist zu stark auf Ärzte und Ärztinnen ausgerichtet. Diese Einschätzung vertritt Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali von der OTH Regensburg in einer neuen Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Professorin sieht akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen wie Community Health Nurses als Lösung für die Versorgungsengpässe.
„An manchen Stellen droht das System zu kippen“, warnt Meussling-Sentpali. Besonders in ländlichen Regionen wie Ostbayern fehlen bereits heute Fachkräfte. Pflegekräfte mit Hochschulabschluss könnten chronisch kranke Menschen versorgen und unnötige Krankenhausaufenthalte vermeiden.
Das Problem: Die Absolventen der OTH Regensburg können ihr Wissen oft nicht einsetzen, weil rechtliche und abrechnungstechnische Rahmenbedingungen fehlen. Die Professorin fordert deshalb einen grundlegenden Umbau hin zu regionalen Versorgungsstrukturen mit interprofessionellen Teams.
Die Publikation schlägt außerdem digitale Ersteinschätzungssysteme vor, um unnötige Arztkontakte zu reduzieren. Seit dem Pflegestudiumsstärkungsgesetz steigt das Interesse am Pflegestudium an der OTH Regensburg.
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