News
Pflegeverbände fordern Kurswechsel nach PNOG-Verschiebung
Die Verschiebung des Kabinettsbeschlusses zum Pflegeneuordnungsgesetz nutzen Pflegerat und bpa für scharfe Kritik. Sie verlangen eine grundlegende Neuausrichtung der Reformpolitik.
Der Deutsche Pflegerat und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) fordern nach der Verschiebung des Kabinettsbeschlusses zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) einen Kurswechsel. Die gewonnene Zeit müsse für eine Neuausrichtung genutzt werden, sagen DPR-Präsidentin Christine Vogler und bpa-Präsident Bernd Meurer.
Beide Verbände kritisieren die einseitige Fokussierung auf Beitragssatzstabilität. „Die Bundesregierung schaut auf Beitragssätze und Ausgaben, aber zu wenig auf die Folgen für die Versorgung“, sagt Vogler. Die Profession Pflege dürfe nicht der Beitragssatzstabilisierung untergeordnet werden.
Besonders scharf kritisieren die Verbände die geplante Aussetzung der Tariftreueregelung in der Langzeitpflege. „Das wirft die Bundesregierung nun mit einem Federstrich über Bord“, warnt bpa-Präsident Meurer. Die Folge werde eine weitere Abwanderung von Kräften in die Akutpflege sein.
Die Verbände fordern, dass alle Reformvorhaben – PNOG, GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und die Reform der Notfallversorgung – die Personalsicherung als eigenständiges Ziel benennen müssen.
Passend dazu: Wohlfahrtsverbände warnen vor Tarifobergrenze in der Pflege
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren