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Linnemann als Gesundheitsminister vereidigt
Dr. Carsten Linnemann hat das Gesundheitsministerium von Nina Warken (beide CDU) übernommen. Bei der bereits angekündigten Pflegereform komme es darauf an, dass die „Alltagshelden“, die fast fünf Millionen Menschen zu Hause pflegen, nicht vor den Kopf gestoßen würden.
Der neue Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann hat am 29. Juli das Amt von Nina Warken übernommen. Er kündigte bei der Amtsübergabe seinen vollen Einsatz für ein effizienteres Gesundheitswesen an. Das System gehöre zu den teuersten weltweit und könne „besser, effizienter, gerechter und leistungsfähiger“ gemacht werden.
Minister will pflegende Angehörige in den Blick nehmen
Linnemann räumte ein, vor anderthalb Jahren nicht damit gerechnet zu haben, Gesundheitsminister zu werden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe ihn kurzfristig gebeten, Nachfolger von Warken zu werden, die zur Kanzleramtsministerin ernannt wurde. Dafür gab Linnemann das Amt des CDU-Generalsekretärs ab. Im Mai 2025 hatte Linnemann in einem Interview begründet, warum er damals nicht Gesundheitsminister werden wollte, unter anderem mit den Worten: „Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten.“
Bei der geplanten Pflegereform will Linnemann laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) besonders einen Blick auf die „Alltagshelden“ werfen: An- und Zugehörige, die fast fünf Millionen Menschen zu Hause pflegen. Diese dürften nicht „vor den Kopf gestoßen“ werden. Warken übergab ihm symbolisch einen Werkzeugkasten, da das Gesundheitssystem eine „Dauerbaustelle“ sei. Als Parlamentarische Staatssekretäre ernannte Linnemann Dr. Georg Kippels und Dr. Christiane Schenderlein.
Linnemann studierte Betriebs- und Volkswirtschaft
Zur Person: Carsten Linnemann, geboren am 10. August 1977 in Paderborn, studierte Betriebswirtschaftslehre in Paderborn und promovierte in Volkswirtschaftslehre an der TU Chemnitz. Nach Tätigkeiten als Lehrbeauftragter sowie als Volkswirt bei Deutsche Bank Research und der Deutschen Industriebank wechselte er in die Politik. Seit 2009 gehört er dem Deutschen Bundestag an. Er war unter anderem stellvertretender CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender, CDU-Vizeparteichef und war seit Juli 2023 Generalsekretär der CDU Deutschlands.
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