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Hörsysteme senken das Demenzrisiko erheblich

Aktuelle Studien aus den USA und Australien bestätigen: Menschen mit Hörverlust, die Hörsysteme tragen, bleiben länger geistig fit. Das hat direkte Auswirkungen auf die Pflege.

Unbehandelter Hörverlust zählt zu den bedeutendsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Demenz im Alter.
Unbehandelter Hörverlust zählt zu den bedeutendsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Demenz im Alter. Foto: Fördergemeinschaft Gutes Hören

Die Lancet-Kommission zur Demenzprävention stuft unbehandelten Hörverlust als einen der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Demenz ein. Zwei große Studien – ACHIEVE aus den USA und ENHANCE aus Australien – liefern nun konkrete Belege: Menschen mit Hörverlust, die Hörsysteme nutzen, bleiben länger geistig fit als unversorgte Vergleichsgruppen.

Bei besonders gefährdeten Personen sinkt das Demenzrisiko über mehrere Jahre spürbar, so die Forscher. Die Gründe sind vielfältig: Ein schlecht hörendes Gehirn muss beim Sprachverstehen mehr Energie aufwenden – Kapazitäten, die dann für andere kognitive Aufgaben fehlen. Zudem führt schlechtes Hören oft zu sozialem Rückzug, was selbst ein Demenzrisiko darstellt.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) nutzt die parallel stattfindende Woche der Demenz (21. bis 26. September) für ihre „Woche des Hörens“. Laut FGH ein bewusster Zeitpunkt, um den Zusammenhang zwischen gutem Hören und geistiger Fitness zu verdeutlichen.

Passend dazu: Für die Pflegepraxis bedeutet das: Gute Hörsystemversorgung unterstützt den pflegerischen Kernprozess der Kommunikation. Denn Verständigung, Beziehung und Teilhabe funktionieren nur mit gutem Hören. Vertiefen Sie Ihr Wissen dazu im Pflegekompass „In der Kommunikation unterstützen“. https://vinc.li/pk-kommunikation

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