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Auslandsrecruiting von Pflegefachkräften – eine nachhaltige Lösung?

Pflegekräfte aus dem Ausland gelten als schnelle Hilfe gegen den Personalmangel in der Altenhilfe. Manche können dem Auslandsrecruiting aber nicht uneingeschränkt zustimmen. Welche unterschiedlichen Sichtweisen und Gründe es dafür gibt, lesen Sie hier.

Foto: Werner Krüper

Stefanie Krones ist Direktorin des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn. Sie sieht großes Potenzial des Auslandsrecruitings:

Die internationale Gewinnung von Menschen für die Pflege schafft eine nachhaltige Lösung für den Pflegepersonalmangel. Wir freuen uns über die vielen jungen Menschen aus Marokko, Indien, Indonesien, Kamerun und vielen weiteren Herkunftsländern, die bereit sind, unsere schwierige und komplexe Sprache zu lernen, sich im Beruf zu etablieren und in der Gesellschaft zu integrieren.

Aber sie betont auch: Es bedarf einer Fülle von Unterstützungsmaßnahmen, um Menschen in das Leben und in den Arbeitsprozess so zu integrieren, dass diese sich angenommen und angekommen fühlen. Dieser Weg ist ein Langstreckenlauf und kein Sprint.

Wilhelm Huber ist Pflegefachkraft und Sozialwirt im Ruhestand. Er sieht das Auslandsrecruiting eher kritisch:

Die Integration ausländischer Pflegekräfte ist mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Sprachbarrieren stellen nicht nur im direkten Patientenkontakt ein potenzielles Risiko dar, sondern erschweren auch die Kommunikation im Team und die Teilnahme an Fortbildungen.

Zudem dürfen ethische Dimensionen der Anwerbung ausländischer Pflegekräfte nicht ignoriert werden. Viele Herkunftsländer kämpfen selbst mit einem Mangel an qualifiziertem Personal im Gesundheitswesen. Die aktive Abwerbung von Fachkräften kann die Versorgungssysteme weiter schwächen und bekämpft nicht die Ursachen des Fachkräftemangels in Deutschland.

Welche wünschenswerten und bedenklichen Aspekte ebenfalls mit der Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte einhergehen und welche Rolle das Stichwort Nachhaltigkeit dabei spielt, erklären Stefanie Krones und Wilhelm Huber im Pro- und Contra der Juli-Ausgabe unter https://www.altenpflege-online.net/epaper/