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Berufsstolz stärkt Pflegeprofession

Lisa Gareis, B. Sc., Gesundheits und Krankenpflegerin mit Masterabschluss in Public Health, berichtet in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege über Berufsstolz in der Pflege und stellt Ergebnisse einer Studie vor.

Bunte gemalte Haende in die Hoehe gehoben
Eine aktuelle Studie untersucht, wie Pflegefachpersonen Berufsstolz erleben und welche Faktoren dieses Erleben positiv oder negativ beeinflussen.
Foto: Adobe Stock/ tutti_frutti

An der Untersuchung nahmen zwölf Pflegefachpersonen aus verschiedenen Versorgungsbereichen teil. Vertreten waren unter anderem akutstationäre, ambulante und langzeitstationäre Settings sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und die Forensik. Ziel war es, zentrale Einflussfaktoren auf das Erleben von Berufsstolz zu identifizieren.

Pflegefachlichkeit und Werteorientierung

Ein zentraler Faktor ist die Pflegefachlichkeit. Mit zunehmender Fachlichkeit steigt auch der ausgeprägte Berufsstolz. Dieser speist sich aus dem Erwerb pflegefachlicher Kompetenzen durch Ausbildung sowie aus deren Weiterentwicklung, etwa durch Fort und Weiterbildungen. Darüber hinaus spielt die Umsetzung individueller Wertvorstellungen eine wichtige Rolle. Genannt werden eine ganzheitliche Sichtweise, die Sicherstellung der Bewohnerzufriedenheit sowie die empfundene Sinnhaftigkeit der pflegerischen Tätigkeit.

Selbstbewertung und Identifikation

Berufsstolz beruht wesentlich auf einer positiven Selbstbewertung des eigenen pflegefachlichen Handelns. Pflegefachpersonen stärken ihren Berufsstolz, wenn sie ihre Leistung anerkennen und selbstbewusst über ihre Arbeit sprechen. Damit wird auch die gesellschaftliche Relevanz des Berufs sichtbar. Ebenso bedeutsam ist die Identifikation mit der eigenen Berufsbezeichnung. Wer sich als Fachkraft versteht und sich nicht selbst abwertet, schafft eine Grundlage für beruflichen Stolz.

Arbeitsbedingungen und externe Anerkennung

Auch strukturelle Rahmenbedingungen beeinflussen das Erleben von Berufsstolz. Gute Arbeitsbedingungen wirken förderlich, belastende Bedingungen können ihn schwächen. Unterschiedliche Einschätzungen gibt es zur Rolle externer Anerkennung.

Die Studie fasst Berufsstolz als berufsbezogene, komplexe Emotion. Insgesamt wurden acht zentrale Faktoren identifiziert, die das Erleben prägen. Um Pflegefachpersonen langfristig zu motivieren und im Beruf zu halten, sollte Berufsstolz gezielt gestärkt werden.

Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Wissenschaft und Forschung“ der Fachzeitschrift Altenpflege (02/2026). https://www.altenpflege-online.net/epaper/