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DBfK fordert Lösungen von der Gesundheitsministerkonferenz
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz an die Gesundheitsminister appelliert, die Pflegekrise endlich mit Priorität zu behandeln.
Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) tagt am 12. und 13. Juni im Ostseebad Lübeck-Travemünde. DBfK-Bundesgeschäftsführerin Bernadette Klapper betonte, dass die Pflegekrise trotz des demografischen Wandels immer wieder verdrängt oder verschoben werde. Der jüngste Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen und die Aussetzung des Anwerbeabkommens für Pflegekräfte aus Brasilien verdeutlichten die Dringlichkeit des Problems. „Wir tun in Deutschland so, als würde uns das Problem mangelnder pflegerischer Versorgung nicht betreffen oder auf wundersame Weise gelöst werden.“
Klapper kritisierte, nur auf internationale Hilfe zu setzen, sei unethisch und nicht nachhaltig. Sie forderte strukturelle Reformen, um die Professionalität der Pflege zu stärken und Pflegebedürftigkeit durch Prävention und Gesundheitsförderung zu reduzieren. Maßnahmen wie die Förderung der Gesundheitskompetenz in Schulen und die Unterstützung pflegender Angehöriger seien unerlässlich.
Das in Vorbereitung befindliche Pflegekompetenzgesetz biete eine wichtige Chance, die professionelle Pflege zu stärken und ihre Potenziale zu heben. Klapper appellierte an die Gesundheitsminister:innen, diese Chance zu nutzen. Es sei dringend notwendig, jetzt wirksame Lösungen zur Bewältigung des Pflegenotstandes zu finden.
Passend dazu: Pflegetalk mit DBfK-Vizepräsident Stefan Werner: Pflegepolitik: Setzen die Verantwortlichen die richtigen Prioritäten?
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