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DBfK-Präsidentin Lux: Koalitionsvertrag bietet gemischtes Bild
Gesundheit und Pflege werden im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD als zentrale Herausforderungen benannt. Einige Vorhaben sind aus Sicht des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) ausdrücklich zu begrüßen – andere hingegen griffen aber viel zu kurz.
„Sehr begrüßenswert ist, dass das Pflegekompetenzgesetz, das Advanced-Practice-Nursing-Gesetz und das Pflegefachassistenzgesetz, die bereits in der vergangenen Legislaturperiode angestoßen wurden, nun zügig umgesetzt werden sollen“, erklärt DBfK-Präsidentin Vera Lux
Doch wie die angekündigte große Pflegereform konkret aussehen solle – und ob das Primärarztsystem die Gesundheitsversorgung tatsächlich zukunftsfähig machen könne, bleibe offen. „Was wir brauchen, ist eine Umverteilung von Aufgaben zwischen den Gesundheitsberufen, weg von einem primär arztzentrierten hin zu einem mehr pflegezentrierten Gesundheitssystem“, so Lux. „Eine größere Eigenständigkeit von Pflegefachpersonen durch mehr Befugnisse und Verantwortung, ein klarer Fokus auf Prävention, Gesundheitsförderung und Strategien zur Vermeidung bzw. dem Hinauszögern von Pflegebedürftigkeit sind notwendig.“
„Professionelle Pflege kann eine Schlüsselrolle einnehmen“
Gerade hier sieht Vera Lux großes Potenzial: „Die professionelle Pflege kann eine Schlüsselrolle einnehmen – wenn Community Health Nurses, School Nurses und Advanced Practice Nurses flächendeckend eingesetzt werden, um Versorgungslücken zu schließen, eine engere Zusammenarbeit der Akteur:innen vor Ort zu organisieren und die Qualität der pflegerischen Versorgung insgesamt zu verbessern.“
Angesichts der drängenden Herausforderungen im Gesundheitswesen reichen die bisherigen Ansätze aus Sicht des DBfK nicht aus: „Wir fordern die Einrichtung einer Chief Government Nurse – also einer:eines Staatsminister:in für Pflege“, so Lux. „Außerdem fehlen im Koalitionsvertrag klare Aussagen zur dringend nötigen Stärkung der Akademisierung und Professionalisierung der Pflege.“ Wer die Pflege stärken wolle, dürfe nicht nur an alten Strukturen festhalten, sondern müsse den Mut aufbringen, Pflege neu zu denken, so Lux’ Fazit.
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